In der Herrnau, mitten in Salzburg Süd, stehen zwei schöne Beispiele dafür, wie Kunst ganz selbstverständlich zum Alltag gehören kann. Die Plastiken „Zwei Hähne“ und „Zwei Hunde“ von Josef Magnus stammen aus dem Jahr 1969 und beleben bis heute die Grünflächen zwischen den Wohnhäusern.

Von Karl Traintinger
Die „Zwei Hähne“ befinden sich hinter den Häusern in der Konrad-Laib-Straße 9–11. Die rund 1,2 Meter hohe Plastik aus Kunststein zeigt zwei überlebensgroße Hähne, die einander gegenüberstehen. Mit ihren abgespreizten Flügeln und den markanten Kämmen wirken sie wachsam und gespannt, fast so, als würde gleich ein kleiner Streit beginnen. Zugleich hat die Arbeit auch etwas Lebendiges und fast Spielerisches.
Nicht weit entfernt steht in der Ulrich-Schreier-Straße 15 die Plastik „Zwei Hunde“, ebenfalls aus Kunststein und ebenfalls 1969 entstanden. Mit 1,8 Metern Höhe wirkt sie noch präsenter. Zu sehen sind zwei Hunde, vermutlich Schäferhunde. Einer blickt nach Norden, der andere über den Rücken seines Gefährten nach Osten. Gerade diese unterschiedliche Ausrichtung gibt der Gruppe Spannung, als würden die Tiere gemeinsam ihre Umgebung im Blick behalten.
Beide Arbeiten zeigen, wie gut Josef Magnus Tierfiguren in eine klare, reduzierte Form übersetzen konnte, ohne ihnen ihren Charakter zu nehmen. Die Hähne wirken stolz und energiegeladen, die Hunde aufmerksam und ruhig. So entstehen Kunstwerke, die leicht zugänglich sind und im Wohnumfeld bis heute freundlich und vertraut wirken.




Josef Magnus war ein Salzburger Bildhauer, der mit zahlreichen Plastiken im öffentlichen Raum das Stadtbild mitprägte. Besonders seine Tierdarstellungen verbinden klare Form, Ausdruckskraft und Nähe zum Alltag.

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