Eine Tanz- und Musikperformance
Im Toihaus Theater gehen die Tänzerin Katharina Schrott und die Musikerin Yoko Yagihara den Fragen nach: „Gibt es so etwas wie eine Natur des Tisches?“ Was ist das Wesen eines alten, verstimmten Klaviers?“ Im Programmfolder ist die Entstehung dieser Performance in Wort und Bild dargestellt und verführt zu einer intensiven Beschäftigung mit dem Thema Mensch und Natur.

Von Elisabeth Pichler
Die Tänzerin und Choreografin Katharina Schrott hat für sich einen eigenen Weg der Bewegungssprache gefunden, der „durch Skurrilität und Kargheit zum Ausdruckstanz wird“. Zu Beginn sitzt sie an einem Tisch, griffbereit mit Buch und Wasser. Dann wird es finster, absolut finster, wie in einem Maulwurfbau. Ganz langsam taucht aus dem Dunkel eine seltsame Gestalt auf, die mit dem Tisch verschmolzen scheint. Extrem langsame Bewegungen mit Händen und Füßen erinnern an den unterirdischen Höhlenbewohner. Minimalistische Musik, eigentlich sind es nur ganz einfache Töne, entlockt dazu die Musikerin Yoko Yagihara einem uralten Klavier.
Die Performance lässt das Publikum etwas ratlos und verwirrt zurück, vielleicht hätte man sich das Programmheft doch genauer ansehen sollen, denn hier ist die seltsame Geschichte des Maulwurfs nachzulesen: „Das Innere der Frau, ihre Natur, spricht mit dem Tisch. Der Tisch spricht mit der Frau. Die Frau spricht mit dem Tisch. Der Tisch frisst die Frau. Die Frau wird Tisch. Der Tisch – TISCHFRAU. Die Tischfrau tanzt mit dem Frautisch einen Walzer der zerstörten Gewohnheiten. Was dann sein wird, ist etwas anderes als zu Beginn.“

Ähnliche Artikel
Hinterlasse einen Kommentar
Du musst angemeldet sein, um einen Kommentar abzugeben.

Kommentar hinterlassen zu "Maulwurf – ein Solo für 2"