Traditionsbetrieb geschlossen

MaisonDePlasir

Das älteste „Etablissement“ in der Mozartstadt Salzburg, das Maison de Plasir in der Steingasse 24 hat für immer zugesperrt.

Bereits im 17. Jahrhundert waren in diesem Haus Weißgerber ansässig. 1713 wurde es als Riemerhaus bezeichnet, und 1858 war der Kammacher Preisinger hier tätig. Anschließend zog das sogenannte leichte Gewerbe ein.

Das Gebäude präsentiert sich von außen bis heute geheimnisvoll – es lässt erahnen, dass hinter den alten Mauern einst ein farbenfroher Mikrokosmos existierte. Es ist bedauerlich um diesen stillen Zeugen der Stadtgeschichte, der wie kaum eine andere Adresse Salzburgs Tradition und Wandel vereint hat. Ein Spaziergang durch die schmale Gasse lohnt sich dennoch: Kopfsteinpflaster, Patina und das Gefühl vergangener Nächte lassen ein besonderes Kapitel Salzburger Lebensart lebendig werden, das nun für immer abgeschlossen ist.

Leider kenn´ ich das Haus Steingasse 24 nur von außen, finde es aber extrem schade, dass dieser Traditionsbetrieb zugesperrt hat,
meint ein tagträumender Spaziergänger

Info: Salzburger Erotikmuseum >


Dorfgockel

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1 Kommentar zu "Traditionsbetrieb geschlossen"

  1. Rochus Gratzfeld Rochus Gratzfeld | 5. Oktober 2022 um 18:20 |

    Schade. Ich sage dies aufrichtig. Obwohl das sogenannte „Leichte Gewerbe“ nie ein leichtes war oder ist. Ich habe das Maison de Plaisir einige Male aufgesucht. Einmal, um dort mit einer Künstlerin eine Performance zu gestalten („Hure oder Heilige“). Mehrfach, um mit den „Damen“ zu reden und dabei das Interieur des Hauses zu fotografieren. Spannend. Auch einen anderen alten Puff über der ehemaligen Steirischen – beide längst verschwunden – habe ich im Rahmen meines Buchprojektes MULTI-KULTI besucht. Geredet. Fotografiert. Mein niemals „Kundesein“ wurde immer mit Offenheit belohnt.

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