Der Begriff Triage ist seit der Corona-Pandemie allgemein bekannt und nicht gerade positiv besetzt. Ärztinnen und Ärzte müssen in Krisensituationen zwischen Leben und Tod entscheiden.

Das 2023 in Tel Aviv uraufgeführte Stück der israelischen Autorin Maya Arad Yasur erlebte seine Österreichische Erstaufführung am 22. November 2025 im Salzburger Landestheater. Viel Applaus für einen Theaterabend, in dem trotz des ernsten Themas auch Platz für feinen Humor ist.
Krisensitzung auf der Intensivstation eines Krankenhauses. Frau Prof. Dr. Blankenburg (Britta Bayer) hat fast ihren gesamten Vorrat an Beatmungsgeräten in den Süden geschickt, denn hier begann das Feuer zu wüten. Rauchvergiftungen und Atemprobleme waren die Folge. Nun aber kommt der Feuerball näher und die versprochene Lieferung von Beatmungsgeräten bleibt aus. Da Elisabeth Jordans Überlebenschancen äußerst gering sind, will man mit ihrer Tochter Kontakt aufnehmen. Leider ist diese nicht erreichbar. Vielleicht kann aber ihr Sohn Edgar Jordan (Christoph Wieschke), ein Professor, der sich auf Realitätssimulationen spezialisiert hat, weiterhelfen. Der emotionslose Mathematiker hat aber nur seine Statistiken im Kopf.
Als ein Vater (72 Jahre) und sein Sohn (40 Jahre) mit schweren Atemproblemen eingeliefert werden, wird die Lage brenzlig. Es folgen heftige Diskussionen über den Wert des Lebens. Sollten neben dem Alter doch auch noch andere Dinge eine Rolle spielen? Da erscheint völlig aufgelöst Petra Löwe (Tina Eberhard) und bittet um Hilfe für ihren Mann. Der 72-Jährige habe zwei kleine Kinder, dessen Sohn aber keine Familie. Wem also soll geholfen werden?

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