Im Glaskubus der Stadt:Bibliothek Salzburg begibt sich die 16-jährige Mel auf eine abenteuerliche Rettungsaktion. Der renommierte österreichischen Dramatiker Thomas Arzt hat das Drama um gestrandete Wale als Klassenzimmerstück verfasst. Die Uraufführung fand 2019 am Pfalztheater Kaiserslautern statt. Michael Kolnberger hat den Monolog mit Marena Weller in der Rolle der wütenden Mel einfühlsam in Szene gesetzt. Die Salzburger Erstaufführung fand am 17. März 2026 statt.

Als Mel mitten in der Nacht erfährt, dass Pottwale in der nahen Bucht gestrandet sind, schwingt sie sich sofort aufs Fahrrad. 100 Freiwillige kümmern sich bereits um die Tiere, die reglos im Mondlicht liegen. Die Feuerwehr hat alles abgesperrt und die Schaulustigen mit ihren nervigen Handys schon weggeschickt. Auch Mel wird verjagt, denn Kinder haben hier wirklich nichts zu suchen.
Mel ist schwer frustriert und schrecklich wütend. „Warum musste das passieren?“ Wer ist schuld an diesem Unglück? Sind es die verschmutzten Meere? Für ihren Freund Erik, einen Umweltaktivisten, sind die Wale etwas ganz Besonderes, denn sie geben Hoffnung. Sie will unbedingt helfen und ist nicht bereit aufzugeben. Als die Wale mit Kränen abtransportiert werden, merkt sie, dass ein Wal fehlt. Sie vermutet, dass dieser, unbemerkt von den vielen Helfern, noch durch die Bucht irrt.
Kurz entschlossen schnappt sich Mel ein Boot und rudert damit aufs Meer hinaus. Sie will diesen Wal, den sie Moby Dick nennt, unbedingt retten. Nun beginnt das Abenteuer wirklich gefährlich zu werden, denn die Wellen sind hoch, ihr Akku ist leer und dann beginnt es auch noch zu regnen. Wird es ihr gelingen, Moby Dick den Weg ins offene Meer zu zeigen?

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