In Salzburg weiß man, was Kultur ist: groß, teuer und möglichst festspieltauglich. Eine halbe Milliarde Euro für die Festspielhäuser? Selbstverständlich. Was sein muss, muss sein.
Darunter wird es rasch stiller. Das Musikum mit seinen rund 10.000 Schülerinnen und Schülern, den langen Wartelisten und seiner zentralen Rolle für den musikalischen Nachwuchs braucht 1,5 Millionen Euro, um den Betrieb voll aufrechtzuerhalten. Dieses Geld ist plötzlich nicht da. Die Garage im Mönchsberg war wohl wichtiger – oder jedenfalls teurer.
Besonders kühn ist der Rat, das Musikum möge sich Sponsoren suchen – als hätten Firmen nicht längst geholfen, wo die Politik ausfällt. So jedenfalls klingt kulturpolitische Verantwortung heute: oben Scheinwerfer, unten Sammelaktion. Dabei beginnt alles dort, wo noch schief geübt wird. Fakt ist: Wer später Festspiele will, muss auch bei der Ausbildung der Jugend tatkräftig dabei sein!
Der Spaziergänger wird das Gefühl nicht los, in Salzburg fördert man lieber die Tempel der Kultur als ihre Tonleitern.
Siehe auch:
Budgetloch beim Musikum >

Freunde helfen der Dorfzeitung
Freunde helfen der Dorfzeitung durch ein Abo (=Mitgliedschaft)! Wir sind sehr stolz auf die Community, die uns unterstützt! Auf diese Weise ist es uns möglich, unabhängig zu bleiben. Ihre laufende Unterstützung macht den Unterschied.
Es gibt zwei einfache Wege, zum Freund der Dorfzeitung zu werden.
Überweisung der Abogebühr (ohne Kreditkartenabo)
Sie werden für ein Jahr ein außerordentliches Vereinsmitglied (ohne Rechte und Pflichten) des Herausgebervereins (Kulturverein Dorfzeitung KULTUR online) zum Jahrespreis von 54 €. Es ist dazu ihre Post- und E-Mailadresse notwendig, damit wir die Rechnung für den Mitgliedsbeitrag schicken können. Nach Eingang der Zahlung bekommen Sie einen Steady-Gastzugang für 1 Jahr. Verlängerungen sind möglich. Kontaktformular >
Direktabo mit Kreditkartenzahlung
Ein weiterer Weg ist ein Direktabo via Steady, wie es im Folgenden beschrieben und angeboten wird.
INSERT_STEADY_CHECKOUT_HERE

Kommentar hinterlassen zu "Und sonntags spielt die Blasmusik"