Ungarn hat gewählt und dem System Orbán einen deutlichen Denkzettel verpasst. Das zeigt: Die Demokratie lebt noch. Nach Jahren, in denen Macht fast selbstverständlich wirkte, ist das ein wichtiges Signal.
Mit dem Wahlsieg beginnt aber erst die eigentliche Arbeit. Die neue Führung muss beweisen, dass Politik auch ohne eingeschränkte Pressefreiheit, Korruption und Dauerpropaganda funktionieren kann. Das ist keine kleine Aufgabe, denn die Wirtschaft ist angeschlagen, viele Strukturen sind beschädigt, und Vertrauen lässt sich nicht über Nacht zurückholen.
Gerade darin liegt die Herausforderung: Ein neues Kapitel aufzuschlagen, ohne die Last der alten Verhältnisse zu unterschätzen. Ungarn hat gezeigt, dass Veränderung möglich ist. Jetzt geht es darum, daraus einen verlässlichen Alltag zu machen.
Das virtuelle Dorf wünscht den Ungarn für diesen Weg Mut, Geduld und eine gute Zukunft.

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Ein Wahlergebnis wie in Ungarn wäre auch hier fällig. Nur fehlt dazu offenbar der Mut.
Denn Kickl braucht keine starken Argumente, solange ihm eine Regierung gegenübersteht, die sich vor jeder klaren Entscheidung drückt. Das ist kein politisches Programm. Das ist Einladungspolitik.