Im Salzburger Bewohnerservice Gnigl-Schallmoos in der Fritschgasse ist derzeit eine Ausstellung zu sehen, die erfreut. Eva Worliczek zeigt Fotografien, in denen Spiegelungen, ungewöhnliche Bildausschnitte und feine Verschiebungen der Wirklichkeit im Mittelpunkt stehen.

Von Karl Traintinger
Die gebürtige Linzerin lebt seit mehr als fünfzig Jahren in Salzburg. Sie war als Pflichtschullehrerin, Beratungslehrerin und Referentin in der Lehrer- und Erwachsenenbildung tätig, studierte Philosophie, Pädagogik und Psychologie, bildete sich bei akademischen Malern im In- und Ausland weiter und ist auch schriftstellerisch tätig. 2013 erschien ihr Roman sehnsüchtig unerwartet.
Zur Fotografie fand Eva Worliczek nicht über eine akademische Ausbildung, sondern über das Elternhaus. Schon früh war sie von Bildern umgeben. Die Reise-Dias ihrer Eltern wurden in der Familie nicht nur gezeigt, sondern auch besprochen. So wurden Begriffe wie Blende, Belichtungszeit oder Bildaufbau früh vertraut. Später fotografierte sie mit Instamatic und Spiegelreflexkamera, seit mehr als fünfzehn Jahren arbeitet sie digital.
Am meisten faszinieren sie Spiegelungen. Was sich in Wasser oder Glas zeigt, ist nie bloß Abbild. Licht, Oberfläche und Blickwinkel verändern die Motive, verzerren sie, lösen sie auf und machen sie oft erst wirklich spannend. Alle gezeigten Fotografien sind unbearbeitet.




Bemerkenswert ist auch der familiäre Rahmen dieser Ausstellung. Zu sehen sind Arbeiten aus vier Generationen: von ihrem Vater Franz Bachner, ihrer Mutter Helga Bachner, von Eva Worliczek selbst, von ihren Töchtern Christine Schneider-Worliczek und Elisabeth Worliczek sowie von den Enkelkindern Emma und Max Schneider.

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