Am Freitag, dem 7. August 2026, gab der Gitarrist, Komponist und bildende Künstler Agustín Castilla-Ávila eines seiner seltenen Konzerte in der Galerie „Lost Places“ bei Georg Zenz in Hallein.

Von Karl Traintinger
Als Spezialist für ekmelische Musik verbindet Castilla-Ávila traditionelle Kompositionstechniken mit feinen Zwischentönen und zeitgenössischen Klangvorstellungen. Sein Programm umfasste eigene Werke sowie Kompositionen von Johann Sebastian Bach und Francisco Tárrega.
Den Auftakt bildete „Geminiden“, gewidmet dem Halleiner Gitarrenbauer Peter Bamberger. Danach erklangen zwei Präludien von Bach: das Präludium aus der Cellosuite BWV 1007 sowie jenes aus der Lautensuite BWV 997. Mit Tárregas Tango „Maria“ folgte ein lyrischer Kontrast. Anschließend interpretierte Castilla-Ávila sein eigenes Stück „Presentimiento“. Den Abschluss bildeten Tárregas „Recuerdos de la Alhambra“, dessen berühmte Tremolo-Passagen die klanglichen Möglichkeiten der Gitarre eindrucksvoll zur Geltung brachten.
Die besondere Atmosphäre der Galerie und das abwechslungsreiche Programm machten den Konzertabend zu einer gelungenen Begegnung mit einem vielseitigen Künstler. Der herzliche Applaus des Publikums bestätigte den starken Eindruck, den Castilla-Ávila hinterließ.




Vita Agustín Castilla-Ávila
Agustín Castilla-Ávila wurde in Jerez de la Frontera geboren und begann dort seine musikalische Ausbildung. Am Conservatorio Superior de Sevilla studierte er bei Josefina Calero und erwarb den Abschluss „Título Superior de Guitarra“.
1998 erhielt er ein Stipendium der Fundación La Caixa und des British Council für ein Magisterstudium am London College of Music bei Carlos Bonell. An der Guildhall School of Music absolvierte er anschließend ein Postgraduate-Diplom und ein Masterstudium bei Robert Brightmore und David Miller. 2001 studierte er bei Isabel Siewers am Mozarteum Salzburg. Parallel dazu absolvierte er an der Arizona State University ein „Doctorate in Musical Arts“-Studium bei Frank Koonce und war dort als Lehrassistent tätig.
Komposition studierte Castilla-Ávila bei Adriana Hölszky und Reinhard Febel am Mozarteum sowie bei Alexander Müllenbach am Conservatoire du Luxembourg. Meisterkurse besuchte er unter anderem bei David Russell, Manuel Barrueco, Roland Dyens, Salvatore Sciarrino und Cristóbal Halffter.
Als Gitarrist, Komponist und Lehrer war und ist er international tätig. Seine Werke und Auftritte führten ihn zu zahlreichen Festivals und Konzertreihen in Europa, Asien und den USA – darunter nach London, Salzburg, Hallein, Passau, Reykjavik, Manila und St. Petersburg. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit liegt auf zeitgenössischer und mikrotonaler Musik.
Siehe auch:
Dorfradio Vol 66 | Sept 2024 >
Wenn Gitarrenmusik zum Bild wird >

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