Vor 30 Jahren eröffnete das Schauspielhaus Salzburg die erste Spielzeit im Petersbrunnhof mit William Shakespeares vor rund 400 Jahren geschriebenem Klassiker „Was ihr wollt“. Zum Jubiläum inszeniert Alexander Kratzer, Künstlerischer Direktor des Hauses, diese Komödie der Irrungen als temporeiches, clowneskes Verwirrspiel. Viel Applaus vom Premierenpublikum am 12. September 2026.

Nach einem Schiffbruch wird die junge Viola in Illyrien an Land gespült und glaubt, ihr Zwillingsbruder Sebastian sei tot. Sie verkleidet sich als Mann, nennt sich Cesario und geht bei Orsino, dem Herzog der Insel, in Dienst. Dieser ist unglücklich in die schöne, aber spröde Olivia verliebt, die aus Trauer um ihren Vater und Bruder der Männerwelt abgeschworen hat. Als jedoch Cesario als Bote des Herzogs bei ihr auftaucht, erliegt sie sofort seinem Charme.
Neben all den nun folgenden Liebeswirren geht es auf den fürstlichen Höfen recht munter zu. Olivias Haushofmeister Malvolio, ein eingebildeter Speichellecker, wird Opfer eines fiesen Streiches der frechen Kammerzofe Maria. Für deftige Rüpel-Szenen sorgen die stets betrunkenen Junker Tobias Rülp und Andreas Bleichenwang. Als der von Antonio gerettete Zwillingsbruder Sebastian auftaucht, kommt es zu zahlreichen Verwechslungen und das Chaos ist perfekt. Ob am Ende wirklich die richtigen Paare zueinanderfinden, bleibt der Phantasie überlassen. Die sexuellen Identitäten sind ja nicht ganz eindeutig und lassen so einiges offen, denn: „Nichts was so ist, ist so!“
Elisabeth Nelhiebel eröffnet als weiser, singender Narr mit roter Pappnase das clowneske Spiel. Nach einem heftigen Sturm und von Marena Weller großartig choreografiertem Untergang des Schiffes befinden wir uns im Schloss des Fürsten Orsino (Lucas Riedle), der in einem smarten, sehr feminin…

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