Golfplätze brauchen Wasser. Viel Wasser. Schließlich soll der Ball über saftiges Grün rollen und nicht zwischen Staub und Disteln verschwinden. Auch in Henndorf setzt man daher auf Beregnungswasser.
In Neumarkt sieht man das naturgemäß kritischer. Dort ist Trinkwasser eine knappe Ressource. Und wenn dieses Wasser für einen Golfplatz verwendet werden soll, stellt sich die Frage: Trinken, Landwirtschaft oder Freizeitvergnügen?
Natürlich schafft Golf Arbeitsplätze und lockt Gäste an. Aber auch ein verdorrter Acker hat regionale Bedeutung. Und ein leerer Wasserhahn ist als Tourismusattraktion eher schwer zu verkaufen. Die Debatte zeigt: Grundwasser ist kein Selbstbedienungsladen und schon gar keine unerschöpfliche Ressource. Auch wenn die Versorgung derzeit gesichert ist – „gesichert“ heißt nicht „unbegrenzt“.
Vielleicht sollte man beim Golf künftig nicht fragen, wer den schönsten Rasen hat, sondern wer mit dem wenigsten Wasser die meisten Löcher schafft. Das wäre sportlich, nachhaltig und bei trockenen Sommern durchaus zeitgemäß. Denn die Frage bleibt: Muss der Golfplatz wirklich grüner sein als unsere Zukunft?

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