Seit 2010 begeistern die Schmähtandler, die Schauspielerin Elisabeth Nelhiebel und die Akkordeonistin Sigrid Gerlach-Waltenberger, mit ihren schwarzhumorigen Liedern das Publikum.

Von Elisabeth Pichler
Nach ihrem Erfolgsprogramm „Wien, Weib und Gesang“ laden die beiden erneut zu einem „schaurig-beschaulichen Abend zwischen Tod, Verwesung, Liebe und Sex“ und wünschen „Prost, Mahlzeit“.
Elisabeth Nelhiebel und Sigrid Gerlach-Waltenberger > machen es sich nicht leicht. Die Bühne ist schwarz, fast leer, bis auf zwei Sessel und zwei dezent versteckte Weingläser. Sie blicken amüsiert und leicht lasziv ins Publikum, bevor sie beginnen, das bekannten Lied „Wien, Wien, nur du allein“ in „Weib, Weib, nur du allein“ abzuändern. Dann führen sie uns in die Abgründe des Wienerliedes mit seinen vielen Facetten.
Der Humor ist direkt, derb und deftig, dann wieder melancholisch, Wiener Schmäh eben, boshaft und immer etwas „grantelnd“.
Elisabeth Nelhiebel interpretiert die bekannten Rainhard-Fendrich-Lieder „Weus’d a Herz hast wia a Bergwerk“ und „Macho Macho“ völlig neu. Auch Wolfgang Ambros‘ Klassiker „Da Hofa“ und „Die Blume aus dem Gemeindebau“ sind kaum wiederzuerkennen, so frisch und frech hat man die noch nie gehört. Gerhard Rühm liefert mit „Du hast mich heute ausgelacht“ einen bitterbösen Text, „Mein Steckenpferd“ hingegen ist seine eigenwillige Lobeshymne auf die Brüste.
brüste sind mein steckenpferd
brüste rosig, brüste welk
brüste sind mein steckenpferd
brüste grade und verkehrt
weiss der teufel was…
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