Bei den Salzburger Festspielen wird gern großes Theater geboten. Diesmal allerdings abseits der Bühne — und leider ohne Glanz. Die Debatten rund um den Intendanten haben dem Haus bereits geschadet. Noch bevor der nächste Vorhang aufgeht, ist das Ansehen nachhaltig angekratzt.
Dass man Markus Hinterhäuser gehen lässt, wirkt schwer nachvollziehbar — ausgerechnet in einer Phase, in der der Festspielhaus-Umbau ohnehin genug Unruhe bringt. Wer in so einer Lage zusätzlich an der künstlerischen Spitze rüttelt, sollte sehr gute Gründe haben.
Die nun bemühte Verhaltensklausel klingt allerdings eher nach sauber formulierter Notlösung als nach überzeugender Begründung. Formal korrekt ist eben noch lange nicht klug.
Das Kuratorium hat sich und den Festspielen damit keinen guten Dienst erwiesen. Salzburg kann Welttheater. Selbstbeschädigung leider auch.
Siehe auch:
Tonalität vor Kunst? >

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Zum Streiten braucht es immer 2!
Dass in dieser Angelegenheit Fehler gemacht wurden, scheint offensichtlich und zwar auf beiden Seiten. Was überrascht, ist, dass die beteiligten Personen in solchen Positionen nicht in der Lage waren, Konflikte früh genug zu entschärfen. Dass es zwischen Markus Hinterhäuser und Festspielpräsidentin Kristina Hammer von Anfang an nicht reibungslos lief, war kein Geheimnis.
Was genau zwischen Kuratorium und Intendant gelaufen ist, weiß die Öffentlichkeit bis heute nicht. Diese Intransparenz nährt Spekulationen und schadet dem Ansehen der Festspiele mehr als jede offene Auseinandersetzung.
Was jetzt zählt, ist nicht die Aufarbeitung alter Schuldfragen, sondern das Gespräch darüber, wie weiterer Schaden abgewendet werden kann. Die Festspiele sind zu bedeutend, um zum Schauplatz ungeklärter Führungskonflikte zu werden.