Wenn Steine Kinderaugen staunen lassen

Wenn Steine Kinderaugen staunen lassenWenn Steine Kinderaugen staunen lassen

Die Spielzeit 2026 steht im Toihaus Salzburg ganz unter dem Motto „Erdung“ und befasst sich mit Steinen, ihren Formen und Möglichkeiten des Liegens und der Bewegung. Bei der Performance „Stein & Flöte“ besucht eine Musikerin seit Februar mit ihren Querflöten Kindergärten und Krabbelstuben, um die Ohren der Kleinen für die Welt der Klänge zu öffnen. Bei „Sanfte Steine“ dürfen die Kinder im Toihaus das Wesen der Steine erkunden. Staunende Gesichter bei der Medienprobe am 11. März 2026.

Elisabeth Pichler

Von Elisabeth Pichler

Eine Tänzerin (Kim Ceysens) begrüßt die Kinder, eine Krabbelgruppe mit Betreuerinnen, und verspricht ihnen Steingeschichten. Ganz langsam und ruhig schickt Kim Steine auf die Reise. Manche rollen, andere springen oder schleifen über den Boden. Die Geräusche, die dabei entstehen, sind ganz unterschiedlich. Die Kinder sitzen auf Matten am Boden und freuen sich, wenn ein Stein in ihrer Nähe landet. Im Vorgespräch wurden sie ersucht, die Steine auf gar keinen Fall zu werfen.

Wenn Kim die verschieden großen Steine über eine schiefe Ebene rollen lässt, entsteht eine ganz andere Dynamik, denn jetzt geht alles viel schneller. Ein Krug, voll mit vielen kleinen Steinchen, sorgt für Geräusche, die an einen Starkregen erinnern. Kim beginnt zwischen den Steinen zu tanzen, formt dabei kleine Häufchen und ganze Straßen. Dann holt sie sich einen Besen und sorgt kurz für Ordnung.

Zum Finale werden Unmengen von bunten Steinchen verstreut, die am Boden malerisch verteilt ein modernes Gemälde entstehen lassen. In Kombination mit den blinkenden Diskokugeln ergibt das ein grandioses Bild. Das finden auch die Kinder faszinierend, denn von ihnen ist ein langgezogenes „Ui“ zu hören.

Eine Klavierspielerin (Martina Weninger wird sich mit Yoko Yagihara abwechseln) sorgt für die feine musikalische Untermalung.

Wenn Steine Kinderaugen staunen lassen

Cornelia Böhnisch, die Choreografin dieses Stückes, hat sich von der Kunstform der japanischen Steingärten, die Aufmerksamkeit und genaues Betrachten fördern, inspirieren lassen. Sie sieht „Sanfte Steine“ als eine Hommage an das Jetzt und an die Konzentration, die aus Beobachten und Tun erwächst.

Es war wirklich ein Erlebnis, die doch sehr kleinen Kinder, zwischen einem und drei Jahren, dabei zu beobachten, wie sie diese Performance absolut ruhig und konzentriert verfolgten. Die Kombination aus Bewegung, Klang und Stein ist wirklich faszinierend. Wer Kinder oder Enkelkinder im passenden Alter hat, sollte sich einen Besuch im Toihaus Theater nicht entgehen lassen.

Dorfgockel

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