Vergangenen Freitag, 11.5. 2012, feierte die mit Spannung erwartete Neuinszenierung der Oper „Wozzeck“ von Alban Berg im Salzburger Landestheater Premiere. Maßgeblichen Anteil am durchschlagenden Erfolg dieser Co-Produktion mit dem Aspekte-Festival hatte die gelungene Regie von Amélie Niermeyer, musikalisch wie darstellerisch überzeugend umgesetzt vom Ensemble und Chor des Landestheaters und dem Mozarteum Orchester unter der Leitung von Leo Hussain.

Von Siegfried Steinkogler
Wer hier ein nettes Schauspiel erwartete, bei dem man sich entspannt zurück lehnen konnte, der war freilich falsch beraten. Wozzeck gilt als die erste atonale Oper überhaupt und markiert somit einen Meilenstein in der Geschichte des Musiktheaters. („Atonal“ deshalb, weil hier die Musik vom traditionellen Dur-Moll-System losgelöst erscheint.) 1921 fertig gestellt, bedeutete sie den internationalen Durchbruch des Wiener Komponisten Alban Berg, der heute allerorts als Wegbereiter für die zeitgenössische Musik nach 1945 gilt.
Als literarische Vorlage diente ihm das Dramenfragment „Woyzeck“ von Georg Büchner (1813 – 1837) eine lose Szenenfolge – unvollendet geblieben. Berg bearbeitete den Stoff für seine Oper selbst, indem er 15 Szenen aus dem Original heraus filterte und diese in drei Akte zu je fünf Szenen unterteilte. Neben Bergs neuartiger Anlage der Komposition muss auch Büchners Stoff selbst als schroffe Innovation empfunden worden sein. Ein Stoff übrigens, der bis heute nichts an Spannung und Brisanz eingebüßt hat – angelegt als Sozialstudie im Arme-Leute-Milieu.
„Wir arme Leut´! Da setz einmal einer seinesgleichen auf die moralische Art in die Welt! Unsereiner hat auch sein Fleisch und Blut!“
Wozzeck und Marie haben einen unehelichen Sohn. Für eine glückliche Beziehung und eine gesicherte Existenz fehlt das nötigste Geld. Deshalb gibt sich Wozzeck für medizinische …

Es sollte auch einmal gesagt werden, dass mir die vielen Fotos in der Dorfzeitung sehr gefallen! Die Musik von Alban Berg ist mir persönlich zu heftig, der Wozzeck dazu erleichtert die Sache auch nicht wirklich, obwohl nach der Kritik von Siegfried Steinkogler könnte man fast neugierig werden!