Mit einem Fest feierte die Obstpresse Bramberg ihr 20-jähriges Bestehen. Der Duft von frischem Obst erinnerte dabei an die Bedeutung der Streuobstwiesen für den Oberpinzgau.
2006 gründeten TAURISKA, der Obst- und Gartenbauverein Bramberg und die Gemeinde die Initiative. Ihr Ziel: heimisches Obst verarbeiten, alte Sorten erhalten und die regionale Vielfalt stärken. Seither ist die Obstpresse zu einem wichtigen Treffpunkt für Nachhaltigkeit und regionale Zusammenarbeit geworden.
Beim Jubiläum sprachen unter anderem Bürgermeister Hannes Enzinger, Landesobmann Peter Wesenauer, Wolfgang Schäffner von Slow Food, Gernot Reiter vom „Essiger“ in Mittersill und Bürgermeister Thomas Ellmauer über Sortenvielfalt, regionale Kreisläufe und den verantwortungsvollen Umgang mit Lebensmitteln. Im Pomarium der Familie Alois und Evi Steiner beim Reitlbauer konnten historische Obstsorten besichtigt werden. Die alten Bäume gelten als lebendiges Archiv der heimischen Kulturlandschaft.

Alois Steiner (Reitlbauer, Pomarium) brachte frisch geerntete Äpfel zum Fest, die von Filmerin Gabriele Neudecker und Susanna Vötter Dankl für die Aufnahmen vorbereitet wurden.
Ein fixer Bestandteil der Obstpresse ist das Schulprojekt „Mein Obstbaum“. Dabei pflanzen Kinder ihren eigenen Baum, pflegen ihn vier Jahre lang und nehmen ihn später häufig mit nach Hause. Das Projekt vermittelt Wissen über Natur und Landwirtschaft direkt vor Ort.
Auch kulinarisch stand der Apfel im Mittelpunkt: Angeboten wurden unter anderem Pinzgauer Rinderspeck mit Apfeltrester, „Öpfö und Speckkiachö“, Gebäck sowie Joghurt mit Apfeltresterflocken und Honig. Die Verarbeitung des Tresters zu Flocken und Pulver ist eine besondere Bramberger Innovation.
Ein Kurzfilm von Iris Schweinöster und Josef Kugler dokumentierte die Geschichte der Obstpresse. Der zahlreiche Besuch zeigte, wie stark die Initiative in der Region verankert ist. Seit zwei Jahrzehnten steht sie für gelebte Regionalität, Nachhaltigkeit und den Erhalt der Kulturlandschaft.

Mit einem Bschoadpackerl bedankten wir uns bei unseren Ehrengästen für ihr Kommen und ihre anerkennenden Worte. V. l.: Christian Vötter (TAURISKA), Toni Lassacher (Obmann Obst- und Gartenbauverein Bramberg), Wolfgang Schäffner (Slow Food Österreich und Pinzgau), Gernot Reiter (Gasthof Essiger, Mittersill), Bürgermeister Hannes Enzinger (Bramberg) und Josef Wesenauer (Obmann des Landesverbands für Obst- und Gartenbau Salzburg).

Freunde helfen der Dorfzeitung
Freunde helfen der Dorfzeitung durch ein Abo (=Mitgliedschaft)! Wir sind sehr stolz auf die Community, die uns unterstützt! Auf diese Weise ist es uns möglich, unabhängig zu bleiben. Ihre laufende Unterstützung macht den Unterschied.
Es gibt zwei einfache Wege, zum Freund der Dorfzeitung zu werden.
Überweisung der Abogebühr (ohne Kreditkartenabo)
Sie werden für ein Jahr ein außerordentliches Vereinsmitglied (ohne Rechte und Pflichten) des Herausgebervereins (Kulturverein Dorfzeitung KULTUR online) zum Jahrespreis von 54 €. Es ist dazu ihre Post- und E-Mailadresse notwendig, damit wir die Rechnung für den Mitgliedsbeitrag schicken können. Nach Eingang der Zahlung bekommen Sie einen Steady-Gastzugang für 1 Jahr. Verlängerungen sind möglich. Kontaktformular >
Direktabo mit Kreditkartenzahlung
Ein weiterer Weg ist ein Direktabo via Steady, wie es im Folgenden beschrieben und angeboten wird.
INSERT_STEADY_CHECKOUT_HERE

Kommentar hinterlassen zu "Wo aus Äpfeln Zukunft wird"