Zehn Jahre nach der Fluchtbewegung

Grenzkontrollen am Bahnhof in Salzburg

Grenzkontrollen am Hauptbahnhof in Salzburg | Foto: Karl Traintinger

Vor zehn Jahren erreichte Österreich eine historische Ausnahmesituation, als hunderttausende Menschen überwiegend aus Syrien nach Europa flohen.

Viele passierten Salzburg – Jana Djordjević blickt im So-Wochenkommentar eindringlich, differenziert und mit aktuellem Bezug auf diese bewegte Zeit zurück.

Dorfzeitung.com

Freunde helfen der Dorfzeitung

Freunde helfen der Dorfzeitung durch ein Abo (=Mitgliedschaft)! Wir sind sehr stolz auf die Community, die uns unterstützt! Auf diese Weise ist es uns möglich, unabhängig zu bleiben. Ihre laufende Unterstützung macht den Unterschied.

Es gibt zwei einfache Wege, zum Freund der Dorfzeitung zu werden.

Überweisung der Abogebühr (ohne Kreditkartenabo)
Sie werden für ein Jahr ein außerordentliches Vereinsmitglied (ohne Rechte und Pflichten) des Herausgebervereins (Kulturverein Dorfzeitung KULTUR online) zum Jahrespreis von 54 €. Es ist dazu ihre Post- und E-Mailadresse notwendig, damit wir die Rechnung für den Mitgliedsbeitrag schicken können. Nach Eingang der Zahlung bekommen Sie einen Steady-Gastzugang für 1 Jahr. Verlängerungen sind möglich. Kontaktformular >

Direktabo mit Kreditkartenzahlung
Ein weiterer Weg ist ein Direktabo via Steady, wie es im Folgenden beschrieben und angeboten wird.

INSERT_STEADY_CHECKOUT_HERE

1 Kommentar zu "Zehn Jahre nach der Fluchtbewegung"

  1. Heinrich Frei Heinrich Frei | 5. Oktober 2025 um 19:12 |

    Vor zehn Jahren erreichte Österreich eine historische Ausnahmesituation, als hunderttausende Menschen überwiegend aus Syrien nach Europa flohen.
    Viele passierten Salzburg – Jana Djordjević blickt im So-Wochenkommentar eindringlich, differenziert und mit aktuellem Bezug auf diese bewegte Zeit zurück.
    Viele Menschen, die damals geflüchtet sind, haben sich in Österreich integriert.

    Und in der Schweiz? 1956 sind viele Ungaren in die Schweiz geflüchtet und 1968 viele Menschen aus der Tschechoslowakei. Sie wurden gut aufgenommen und viele haben sich integriert. Viele sind auch in ihre Heimat zurückgekehrt, schon vor der Wende, vor1989. Während den Kriegen auf dem Balkan, in Sri Lanka, Somalia, dem Irak, der Türkei, Syrien, Libyen sind auch viele Kinder, Frauen und Männer in die Schweiz geflohen. Viele konnten nicht bleiben. Sie wurden aufgefordert unser Land wieder zu verlassen. Sehr viele haben sich aber integriert sind heute fast schon bessere Schweizer als wir. Obwohl die Hürden für eine Einbürgerung in der Schweiz sehr hoch sind, auch für Menschen der zweiten und dritten Ausländer Generation. Insgesamt zählt die Schweiz 2,3 Millionen Ausländer (ohne Schweizer Pass) das macht einen Ausländeranteil von 25,80%.

    Im Kanton Zürich haben rund 456’000 Personen oder zwei Fünftel der Bevölkerung ab 15 Jahren einen Migrationshintergrund. Bei der Altersgruppe der 25- bis 44-Jährigen beträgt der Anteil rund 50 Prozent.

    1938 sind auch viele Oestreicher in die Schweiz geflüchtet. Sie hatten nach dem Anschluss Oestreichs an Nazi Deutschland die falsche Rasse oder die falsche politische Gesinnung. Zehntausende, denen die Flucht nicht gelang, hat man totgeschlagen oder vergast.

    Vor dem „Anschluss“ lebten ca. 200.000 Jüdinnen und Juden in Österreich, vor allem in Wien. Nach 1938 wurden sie entrechtet, vertrieben und ermordet – oft nicht nur durch die Gestapo, sondern auch durch Nachbarn, Hausbesitzer oder Kollegen.

    Friederich Liebling aus Wien gelang 1938 die Flucht in die Schweiz mit seiner Frau und seinen beiden Töchtern. Auch der Familie Rattner gelang die Flucht, ebenfalls der Familie Horowitz. Die Töchter von Liebling mussten nach dem Zweiten Weltkrieg die Schweiz wieder verlassen, ebenfalls als die Familie Rattner. Friederich Liebling und Josef Rattner konnten in der Schweiz bleiben und bauten in Zürich die Psychologische Lehr- und Beratungsstelle auf.

Hinterlasse einen Kommentar