REK auf dem Präsentierteller
In Salzburg werden die Debatten immer länger – besonders rund um das neue Räumliche Entwicklungskonzept, das dieser Tage im Heffterhof mit viel Herzblut präsentiert wurde. Die gesamte Stadtregierung war anwesend und zeigte sich von ihrer bürgernahen Seite.
Leistbares Wohnen, Grünräume, Mobilität, Quartiersideen – alles sauber visualisiert und auf schön gestalteten Wandtafeln präsentiert.
Der Spaziergänger fragt sich: Wird Grünland getauscht, Gewerbe verdichtet, Verkehr verflüssigt? Manche entdecken in Schallmoos plötzlich Wohnidylle, andere sehen im Flieger am Flughafen-Maxglan ein Symbol für ebenso hochfliegende Pläne. Immerhin darf nun jede*r sechs Wochen lang Wünsche einreichen – wer Ruhebankln möchte, sollte sie jetzt anmelden.
Am Ende bleibt die Hoffnung, dass zwischen Leitbild und Leitplanke auch ein Zebrastreifen für Fußgänger übrigbleibt. Salzburg wächst schließlich nicht nur an Wohnungen, sondern vor allem an schönen Plänen. Und so wandert der Spaziergänger weiter – der Vision nach, irgendwo zwischen Erdbeerfeld und Stadtkompass.
Siehe auch:
Das neue Räumliche Entwicklungskonzept (REK) >
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1 Kommentar zu "Zwischen Leitbild und Leitplanke"
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Auffallend in Salzburg sind unabhängig vom REK vor allem die Betonklötze, die man uns als moderne Architektur verkauft. Heute wirkt vieles wie hastig hingestellte Zweckkästen, als hätte jemand den Stadtplan mit einem Legostein verwechselt. Gestalterische Vision? Fehlanzeige. Aber dafür viel Glas. Im REK sollten auch Vorsichtsmaßnahmen gegen öffentliche Verschandelung enthalten sein.