Literaturfest Salzburg – ein voller Erfolg

literaturfestAm 7. 6. 2009 ist mit der Lyrik-Matinee das 2. Literaturfest Salzburg mit mehr als 3.000 BesucherInnen zu Ende gegangen.
„Einmal ist keinmal, aber zweimal, das ist fast schon der Anfang einer Tradition”, meinte Jochen Jung vom Verein Literaturfest zu Beginn des heurigen Festivals. Mehr als 3.000 begeisterte Besucherinnen und Besucher, die an fünf Tagen 21 Veranstaltungen mit 32 KünstlerInnen an 20 verschiedenen Orten in der Stadt Salzburg besuchten, haben eindrucksvoll bewiesen, dass das Literaturfest Salzburg in seinem zweiten Jahr diese Tradition nun bereits begründet hat.

„Auf dieses Literaturfest hat die Stadt gewartet, das war in diesen Tagen deutlich zu spüren. Freude und Dankbarkeit waren dafür das herzliche Zeichen“, so Jochen Jung.
Bereits der fulminante Eröffnungsabend mit Nora Gomringer, Margit Schreiner, Thomas Kapielski, Christine Nöstlinger und Pedro Lenz in der großen Universitäts-Aula hat gezeigt, dass es für Literaturbegeisterte offenbar ein Bedürfnis ist, „die Literatur einmal im Jahr vor den Vorhang zu holen und in großen Häusern erlebbar zu machen“, ist Christa Gürtler überzeugt.

Wolf. Foto: Zehentmayer

Wolf. Foto: Zehenmayer

Durch das Konzept, Literatur auch an ungewöhnliche Stätten zu bringen, können interessierte Besucherinnen und Besucher zudem neue, noch unentdeckte Orte und kleine Stadt-Oasen entdecken, Plätze, die sie vorher nicht vermutet haben: eine Kaffeerösterei, die Grafische Werkstatt Traklhaus oder die ehemalige Salzburger Druckerei haben sich bewährt um „die Literatur aus ihrem intellektuellen Winkel zu ziehen und auch lustvoll erlebbar zu machen“, ergänzt Klaus Seufer-Wasserthal.

Die Leselust wurde aber nicht nur bei den Erwachsenen geweckt. Rund 600 Kinder und Jugendlich stürmten die Lesungen mit Christine Nöstlinger in der TriBühne und Sibylle Lewitscharoff im Literaturhaus, das Programm „Miro&Bella“ am Zauberflötespielplatz mit Thomas Beck und Dorit Ehlers entpuppte sich als feinsinniges Highlight für die kleinen BesucherInnen.
Bleutge Foto: Zehenmayer

Bleutge Foto: Zehenmayer

Als äußeres Zeichen der Präsenz der Literatur dienten auch heuer die „Sprach:Zeichen“, die in und auf Schaufenstern von Geschäften der rechten und linken Altstadt mit hintersinnigen Sprüchen von Ilse Aichinger auf das Festival aufmerksam machten.

Hinweis:
Noch bis 11. Juli sind in der Universitätsbibliothek (Hofstallgasse 2-4) Fotografien von Ilse Aichinger zu sehen. Der Fotograf Stefan Moses, der Ilse Aichinger seit den 1970er Jahren begleitet hat, porträtierte die Dichterin und den Menschen Aichinger.

Presseaussendung
Ursula Schupfer, Salzburg

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