Artikel von Elisabeth Pichler

„Das gibt’s nur einmal“ – und zwar im OFF Theater

Werner Richard Heymann (1896-1961) schrieb Evergreens wie „Ein Freund, ein guter Freund“ und „Das gibt’s nur einmal“ und doch kennt ihn heute fast niemand mehr. Am 2. und 3. Februar 2018 wurde in einer von Elfi Schweiger initiierten und in Szene gesetzten musikalischen Lesung, mit Texten und Musik des Komponisten, seiner gedacht.


„Dry Powder“ – Auswüchse des Kapitalismus

In den Kammerspielen fand am 25. Jänner 2018 die europäische Erstaufführung des Erfolgsstückes von Sarah Burgess statt. Die junge amerikanische Autorin zeigt die erschreckenden Praktiken in der obersten Etage der Finanzwelt auf, die auf der Bühne dank satirischer Überzeichnung sogar Unterhaltungswert besitzen.


„Le nozze di Figaro“ – als bissig-ernste Komödie

Regisseur Jacopo Spirei komplettiert mit Mozarts Figaro seinen Da-Ponte-Zyklus am Salzburger Landestheater. Wie schon bei „Don Giovanni“ (2011) und „Così fan tutte“ (2013) finden auch diesmal die amourösen Irrungen im heutigen Amerika statt und zwar im Sündenpfuhl Hollywood.


„Virginia Hill“- die Gangsterbraut von der Zistelalm

Unter dem Motto „Lieben, leben, Geld ausgeben“ hat sich Virginia Hill (1916-1966) in die höchsten Mafiakreise der USA hochgearbeitet und ist schließlich der Liebe wegen in Salzburg gestrandet. Die unglaubliche Geschichte dieser schillernden Persönlichkeit serviert Peter Blaikner mit viel Musik als heiteren Krimi.


„Emilia Galotti“ – als bürgerliches Kammerspiel

Gotthold Ephraim Lessing (1729-1781) stellt in seinem Trauerspiel den willkürlichen Herrschaftsstil des Adels der neuen aufgeklärten Moral des Bürgertums gegenüber. Irmgard Lübke hat den Klassiker auf das Wesentliche reduziert und mit einer klaren, ungemein intensiven Inszenierung das Premierenpublikum im Schauspielhaus Salzburg am 18. Jänner 2018 tief beeindruckt.




Das Knurren der Milchstraße

Die skurrile Komödie des deutsch-koreanischen Dramatikers Bonn Park, in der Heidi Klum und Donald Trump gemeinsam auf der Bühne stehen, gewann den ersten Preis des Stückemarkts beim Berliner Theatertreffen 2017. Schauspielstudierende des Thomas Bernhard Instituts begeistern in zehn anspruchsvollen Monologen sowie mitreißenden Chorszenen das Publikum.



„Der Nussknacker“ – Drosselmeiers große Zaubershow

Bereits das vierte Jahr in Folge wurde rund um die Weihnachtszeit Peter Breuers zauberhafte Interpretation von Tschaikowskys märchenhaftem Ballett auf der Bühne des Salzburger Landestheaters aufgeführt. Hoffentlich gibt es nach der „Stille Nacht 2018“-Pause ein Wiedersehen, denn diese Produktion besitzt Klassikerqualitäten.


„Pss Pss“ – Charmeoffensive der Compagnia Baccalà

Zum Finale des Winterfests 2017 verzaubern die Tessinerin Camilla Pessi und der Sizilianer Simone Fassari das Publikum im Zirkuszelt mit einer virtuos erzählten, poetischen Performance, die zeitgenössische Clownskunst und Akrobatik gekonnt verbindet.


Cie XY – 22 Artisten trotzen der Schwerkraft

Vor zehn Jahren hat Winterfest-Gründer Georg Daxner die junge französische Companie entdeckt und die sechs Künstler mit ihrem ersten Stück „Laissez-Porter“ zum Winterfest nach Salzburg geladen. Heuer gastiert die mittlerweile 22 Artisten umfassende Truppe mit ihrer dritten Kreation „Il n’est pas encore minuit…“ beim Winterfest.