Artikel von Reinhard Lackinger

Tropische Bauchredner

Brasilianer benutzen gerne zwei verschiedene Worte für Geschichte! Sie gebrauchen „Estória“ und „História“, zwei Wörter mit ganz unterschiedlicher Bedeutung.



Brasilien „addio“

Brasilien ist, was Tragödien betrifft, stets Vize-Weltmeister und Zweiter! Irgendwo auf dem Erdball ereignen sich gerade jetzt und immer irgendwelche Desaster.


Migrant zu sein macht frei

In den ersten Tagen, Wochen und Jahren nach der Ankunft im neuen Land fühlt sich der aus Mitteleuropa stammende Immigrant, als wäre er mit dem Schachbrett unterm Arm in einen Freistil-Zwinger geraten.


Reinhard Lackinger: Überfremdung hüben und drüben

Kann einer, der nicht in Österreich, nicht in Europa lebt, über Überfremdung reden? Nein, das kann er nicht! Das jedenfalls dürfte die allgemeine Reaktion sein, um das Einmischen und Mitreden eines Außenstehenden zu quittieren und sofort vom Tisch zu fegen.


Reinhard Lackinger: Gedanken zur Fußball EM

Ein Freund aus Kapfenberg schickte mir einen Text mit Gedanken zur Fußball EM, den er nach dem Spiel Österreich gegen Ungarn geschrieben hat. Dabei leerte er, wie er angab, eine Flasche steirischen Morillon.


R. Lackinger: “Coxinhas”

“Coxinhas”, auf deutsch “Hühnerschenkel”, nennen wir in Brasilien einen “Snack”, einen frittierten Jausenhappen aus “Mehlpapp”, gefüllt mit einigen wenigen und kleinwinzigen Stückchen Hühnerfleisch. Der brasilianische Ausdruck “Coxinhas” bedeutet seit einiger Zeit aber auch konservative, an ihrem Status Quo festgekrallte Bürger.


Ein Pfingstpamphlet

Wenn ich an Pfingsten denke, sehe ich die verängstigten und verschüchterten Apostel vor mir. Auch glaube ich, die Gegenwart des Heiligen Geistes zu spüren, der mitten im Raum auf die Jünger herniederschießt, die Burschen mit himmlischem Mut erfüllt.


Reinhard Lackinger: Die vielen Masken des Teufels

Der mir bekannte Rabbiner Uri Fromm schrieb unlängst im facebook, er wolle einige Volumen der Bibel nach Salvador bringen. In meinem Kommentar äußerte ich den Wunsch nach einem Neuen Testament. Uri ignorierte meinen Scherz, sagte aber, er verfüge nur über die Genesis. Als getaufter Katholik, der seit vielen Jahren nur noch Totenmessen beiwohnt, dachte ich daraufhin über die Heilige Schrift nach.




Der Grüne Kilian

“Als ich Christtagsfreude holen ging”, lautet der Titel meiner Lieblings-Weihnachtsgeschichte. Sie stammt aus Peter Roseggers Waldheimat, unweit meines Geburtsortes Kapfenberg.


image_pdfimage_print