„Adern“ – Dort, wo das Leben hart ist

Adern | Schauspielhaus Salzburg

Das mit dem Dramapreis 2021 ausgezeichnete Stück der jungen Tiroler Dramatikerin Lisa Wentz wurde vor zwei Jahren im Akademietheater in der Regie von David Bösch uraufgeführt und erhielt den Nestroy 2022 in der Kategorie „Bestes Stück“. Für die beiden Hauptfiguren Aloisia und Rudolf haben Vorfahren der Autorin Pate gestanden. Max Claessen inszeniert das kraftvolle „Volksstück“, das mit sanfter Poesie überzeugt, nun im Schauspiel Salzburg. Viel Applaus bei der berührenden Premiere am 22. März 2024.

Elisabeth Pichler

Von Elisabeth Pichler

Auf eine Anzeige hin ist Aloisia mit ihrer Tochter von St. Pölten nach Tirol gereist, denn der Bergarbeiter Rudolf braucht dringend Hilfe. Seine Frau ist vor kurzem gestorben und nun steht er mit fünf Kindern alleine da. Auch Aloisia sucht Unterstützung, ist doch der Vater ihres Kindes, ein französischer Besatzer, einfach verschwunden. Sie erklärt aber klipp und klar: „Ohne Heirat komm ich nicht!“

Bis es so weit ist, schläft Rudolf halt auf der Küchenbank. Er ist etwas unbeholfen und leicht überfordert. Kein Wunder, dass er in der Hochzeitsnacht zu seinem besten Freund Danzel flüchtet. Doch nach und nach beginnt das Zusammenleben immer besser zu funktionieren und so meldet sich schon bald ein weiteres Kind an.

Unangemeldet taucht des Öfteren Aloisias Schwester Hertha in Tirol auf und überbringt Grüße von der Mutter. Dabei geht es ihr eigentlich um die kleine Frieda. Die hätte es doch bei ihr in der Stadt viel besser. Nachrichten im Radio und später auch im Fernsehen erzählen vom V…

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