Claudia Rossbacher: Steirerwald

Claudia Rossbacher

Claudia Rossbacher | Foto: © Karl Traintinger

Autorin: Claudia Rossbacher
Titel: Steirerwald – Kriminalroman
ISBN: 978-3-8392-0511-2
Verlag: Gmeiner Verlag GmbH
Erschienen: 13.09.2023

Klappentext:

An einem schwülen Sommerabend werden die LKA-Ermittler Sandra Mohr und Sascha Bergmann aus Graz zu einem Einsatz ins nahe Schöcklland gerufen.

Auf Schloss Abelsberg hat der Jagdhund einer Jägerin die verwesende Hand eines Mannes im Wald aufgestöbert.

Kurze Zeit später wird die Leiche in einem Graben hinter dem Schloss entdeckt und als Schlossbewohner identifiziert.

Wer aber hat den exzentrischen Regisseur erschossen und weshalb? Die Jagd auf den Mörder nimmt ihren Lauf und sorgt für so manche Überraschung. Auch in Sandras Privatleben.

Anni Lemberger

Rezension von Anni Lemberger

Sandra Mohr begleitet ihren neuen Freund Hubert zu einer Buchpräsentation der Autorin Beatrice Franz. Mit wenig Begeisterung lauscht die Polizistin den Worten der Schriftstellerin und ist froh, als sie durch das Läuten ihres Handys davon erlöst wird.

Gemeinsam mit ihrem Kollegen Sascha Bergmann wird sie zu einem Tatort gerufen. Der Hund einer Jägerin schleppte die abgetrennte Hand einer männlichen Leiche an. Schnell finden die Suchtrupps von Polizei und Feuerwehr auch den dazugehörigen Körper, der als Schneeberger Oskar, ein bekannter Regisseur, identifiziert wird. Der alleinstehende Mann wohnte in einer großen Wohnung im nahe gelegenen Schloss Abelsberg.

Wie sich bei den Ermittlungen herausstellt, war Schneeberger zwar ein mürrischer, aber sonst eher unauffälliger Mensch. Es gibt auch keinen Hinweis, dass er in seiner Wohnung Frauenbesuch hatte, obwohl es in seinem Umfeld mehrere Frauen gab. Besonders mit seiner Schwester verband ihn ein sehr enger, freundschaftliches Kontakt.

Als aber Sandra Mohr erfährt, dass einer von Schneebergers letzten Kontakten, der mit der Schriftstellerin Beatrice Franz war, läuten bei ihr alle Alarmglocken. Sollte gar die überhebliche Autorin etwas mit dem Mord zu tun haben?

Bei der Befragung der Zeugin stellt sich dann aber für Mohr die Frage, wieso Franz ihren Hubert als Alibi nennt? Sollte er etwa auch ein Verhältnis mit der Autorin haben oder lügt sie, um ihren Kopf zu retten?

Beim mittlerweile 13. Fall des Ermittlerduos Mohr/Bergmann wird der Leser in die Jägerschaft rund um Graz (ein)geführt, was das Cover des Buches bereits vermuten lässt.

Der Hauptakteur der Einleitung ist der Hund „Bari“, der die Leiche aufstöbert und drei Jägerinnen, die anzeigen, dass die Emanzipation auch in der Jägerschaft angekommen ist.

Die beiden Ermittler sind den Fans der Autorin bereits bestens bekannt: Während Sascha Bergmann den typischen Macho mimt, stellt sich Sandra Mohr mit viel Charme und Durchsetzungskraft dem männlichen Gehabe entgegen.

Dieses Geplänkel der Beiden verleiht dem Roman, neben der Spannung auch viel schwarzen Humor. Die Handlung ist gut nachvollziehbar, authentisch, gut recherchiert und flüssig lesbar.

Wie bereits die vorangegangenen Kriminalromane der Autorin, so ist auch „Steirerwald“ wieder sehr gelungen und ein Genuss für Freunde von Landkrimis.

Claudia Rossbacher in der Dorfzeitung >

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