Ira Repey – Sinnbilder für die Schönheit der Seele

Zwei aktuelle Ausstellungen der Künstlerin Ira Repey sind Anlass genug, um ihr ein Künstlerporträt zu widmen und sie unseren Lesern vorzustellen. Ira Repey – so ihr Künstlerinnenname – stammt aus Weißrussland, genau genommen aus der Stadt Mogilov. Sie studierte an der Höhere Kunstschule in Bobriusk und wurde in der Kunsthandwerkschule in Witebsk zur Keramikerin ausgebildet.

Ein Portrait von Christoph Kendlbacher.

In zahlreichen Ausstellungen in renommierten Galerien in Weißrussland und in Sankt Petersburg konnte Ira Repey ihr Können unter Beweis stellen. Seit 2004 lebt die Künstlerin in Österreich.

Schon von Kindesbeinen an hat sie die Welt des Phantastischen fasziniert und mit einem magischen Blick auf ihre erlebte Realität begann sie die Welt wahrzunehmen.

Sie gehört jener Generation junger KünstlerInnen an, die als die erste nach dem Fall des Eisernen Vorhangs und dem Zusammenbruch der Sowjetunion, ihren professionellen künstlerischen Werdegang einschlagen konnte, ohne sich der von Staats wegen verordneten Ästhetik beugen zu müssen. Diese euphorische Aufbruchstimmung ist allerdings aufgrund der politischen Entwicklungen vor allem in Weißrussland. Und deswegen hat sich Ira Repey 2004 entscheiden müssen ihrer Heimat den Rücken zu kehren.

In Österreich fand Ira Repey eine zweite Heimat – auch in künstlerischer Hinsicht. In zahlreichen Ausstellungen in Land und Stadt Salzburg präsentierte sie ihr künstlerisches Schaffen. Im Jahr 2010 kam Ira Repey erstmals mit dem Werk des Salzburger Malers Karl Weiser (1911 – 1988) in Berührung. Die Bildsprache und Bildthemen von Karl Weiser beeindruckten Ira Repey von Beginn an so stark, dass sie sich seither intensiver mit Arbeiten dieses bedeutenden Salzburger Malers beschäftigt und versucht etwas davon in ihr eigenes Schaffen einfließen zu lassen. Der Hang zum Figürlichen, die Vorliebe sowohl für Farbe als auch für die Tuschzeichnung und ihr transzendierender, spiritueller künstlerischer Zugang waren für sie wichtige Anknüpfungspunkte zum Werk von Karl Weiser. Erfüllt von ihrer romantischen, melancholisch-verträumten Weltsicht, die ihrer weiblichen russischen Seele zu Grunde liegt, will die Künstlerin Sinnbilder für die Schönheit der Seele entwickeln, um die Betrachter in eine phantastische Welt – in ein Reich von märchenhafter Liebe und Harmonie – zu entführen.

Ira Repey beschreibt ihr Anliegen in der Entwicklung ihrer künstlerischen Phantasmen selber mit folgenden Worten: „Die Wirklichkeit ist mehr als wir begreifen können. Die Phantasie beflügelt uns und eröffnet uns eine andere – eine geistvolle Realität. Mit den Ergebnissen meines künstlerischen Schaffens will ich den suchenden Menschen einen magischen Blick auf die Welt eröffnen.“

Ihre Tuschzeichnungen und Malereien bestechen durch ihre Präzision, Detailverliebtheit und die sichere Strich- und Linienführung sowie durch die mutige Farbgebung und verdichten sich zu jenen unverwechselbaren rätselhaften Liniengeflechten und Figuren.

Ausstellungen in Salzburg:
Bis zum 18. Juli ist sind Tuschzeichnungen und Acrylmalereien von Ira Repey in der Galerie der Frauenhilfe (Franziskanergasse 5a, 5020 Salzburg. Tel. 0662 – 84 09 00) zu besichtigen.

Außerdem nimmt die Künstlerin auch an der Ausstellung „U40 Art – Ars quo vadis?“ in der Berchtoldvilla teil, wo die Berufsvereinigung bildender KünstlerInnen ein besonderes Signal für junge Kunstschaffende unter 40 Jahren setzen will. Die Ausstellung wird am Freitag, 29. Juni, um 19h eröffnet und dauert bis 27. Juli.

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