Heike Hoop: Biken, Beten, Beduinen

Heike Hoop

Heike Hoop|Foto © Privat

Autorin: Heike Hoop
Titel: Biken, Beten, Beduinen
Als Frau allein 5000 Kilometer per Rad durch die algerische Sahara (Ein Frauen-Reise und Survival Abenteuer)
ISBN-13: 978-87691487781
Verlag: Idenpendently published
Erschienen: 23. 06. 2022

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Klappentext:

Ein spiritueller Roadtrip ins Ungewisse
Mit einem alten Fahrrad, ohne Gangschaltung, nur einem Kilometerzähler als einzigem technischen „Extra“, und einem Minimum an Gepäck, Geld und Planung – dafür mit einem Maximum an Leichtigkeit, Humor, und Witz.

Das ferne Ziel lockt, aber das Schöne ist: Das Abenteuer beginnt direkt vor der Haustür.
Du schließt die Tür hinter dir, schwingst dich auf dein Rad, trittst in die Pedalen – und nichts ist mehr wie es war.

Alle Sicherheiten hast du hinter dir gelassen und dich ganz und gar in die Hände des Schicksals begeben. Du hast keine Ahnung, wo du abends schlafen wirst und auch nicht, welche Menschen und Situationen dir begegnen werden.

Dein Schutzengel ringt wie so oft die Hände. Er weiß, er wird dir für eine unbestimmte Zeit nicht von der Seite weichen dürfen.

Und er weiß auch, dass gegen die Sehnsucht und die Freude am Abenteuer kein Kraut gewachsen ist…

Anni Lemberger

Rezension von Anni Lemberger

Es beginnt am 3. Juli 1988 in Hamburg mit 20kg „Alteisen“, wie die Freunde der Autorin  Heike Hoop ihr altes Fahrrad nennen. Lange hat sie sich auf diesen Tag vorbereitet, um mit einem robusten und runderneuerten Fahrrad ohne Gangschaltung ihre abenteuerliche Reise in eine völlig unbekannte Gegend anzutreten. Sie fährt von ihrer Hamburger Haustüre weg und will mit ihrem Fahrrad, mit Schlafsack, einem großen Wasserkanister,  anderen lebenswichtigen Dingen und ihrem Zelt, die algerische Sahara nur mit ihrer Muskelkraft durchqueren.

Die Angst, die sie bei der Ankunft in Algerien befällt, weicht bald der puren Abenteuerlust.

Mit Algerien erlebt sie ein Land zwischen zwei Extremen: zum einen eine unwahrscheinliche Gastfreundschaft, die seinesgleichen sucht, zum anderen aber eine ausgeprägte Frauenfeindlichkeit, bei der eine alleinreisende hellhäutige Frau einem „sexuellen Selbstbedienungsladen“ gleichkommt, während die einheimischen Frauen hinter dicken Mauern beaufsichtigt und verhüllt sind. Sie erlebt aber auch wunderschöne Landschaften, eine einzigartige Stille in den Nächten unter dem Sternenhimmel in der Sahara und lernt die Dankbarkeit für ein Glas kaltem Wasser kennen.

Hoop lernt die Misswirtschaft und die Armut eines sozialitischen Landes kennen und trotzt den minderen hygienischen Standards.

Als die durch einen einheimischen LKW Lenker inmitten der Sahara massiv bedroht wird, bricht sie ihren abenteuerlichen Alleingang ab. Für ihre Weiterreise nach Niger in Schwarzafrika schließt sie sich einer motorisierten Reisegruppe an und beendet letztendlich ihre Reise mit einen Rückflug nach Deutschland, weil sie die Armut in Niger nicht mehr aushält.

Ein unwahrscheinlich spannender Reisebericht von einer überaus mutigen und resolut auftretenden Frau. Die Autorin schildert ihre zahlreichen Erlebnisse in einer romanartigen Erzählung und zieht damit den Leser in den Bann.

Während der gesamten Reise machen ihre Schutzengel Überstunden und bei mir löst das Buch eine philosophische Nachdenkphase aus: „Mut – viel Mut – Übermut“ und was passiert, wenn wir die Funktion der angeborenen menschlichen Angst, die uns vor Gefahren beschützen soll, durch zu viel Adrenalin unterdrücken?

Dennoch, ein sehr gelungenes und lesenswertes Buch, nicht nur für Freunde von Reise- und Abenteuerberichten.


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