Dezember 2012

Salzburger Erotikmuseum im Mirabellgarten

Ganz still und leise ist das Salzburger Barockmuseum, seit 1973 direkt im Südflügel der Orangerie gelegen, nach einem gemeinsamen Beschluss des Gemeinderates und der Landesregierung von 2011 aus dem Gedächtnis der Salzburger verschwunden, die Exponate wanderten in die Tiefen anderer Museen. Zurückgeblieben sind die leerstehenden Ausstellungsräume mit einem Zugang direkt vom weltberühmten Mirabellgarten aus.


„Der Revisor“ – korrupte Idylle in der tiefsten Provinz

Nikolai Gogols Bürokratensatire aus dem Jahre 1835 zählt zu den besten Komödien der Weltliteratur. Christoph Batscheider hat eine aktuelle Textfassung erarbeitet und als groteske Farce in Szene gesetzt. Dachte man bei Korruption und Bestechung noch vor Kurzem an Griechenland und Italien, so hat sich das Blatt gewendet. Die eingestreuten Österreich- und Salzburg-Bezüge kamen beim Publikum besonders gut an. Premiere war am 13. Dezember 2012 im Schauspielhaus Salzburg.


Michaela Gründler:
Apropos wird 15

Im Dezember 2012 wird die Salzburger Straßenzeitung Apropos 15 Jahre alt. Anlässlich ihres Jubiläums bringt sie ihr drittes Buch mit dem Titel „So viele Wege“ heraus. Mitgewirkt haben 32 von 70 Verkäuferinnen und Verkäufern in Wort und Bild. Herausgekommen sind berührende, in ihrer Ehrlichkeit oft schonungslose Reflexionen des bisherigen Lebensweges, aber auch spielerische und optimistische Betrachtungen und Ausblicke auf Gegenwart und Zukunft.


„Meine Schwester (H)elena“ – Theater Taka-Tuka im Kleinen Theater

Stephan Lack greift in diesem Stück für Jugendliche ab 13 Jahren Probleme auf, mit denen Schülerinnen und Schüler heute konfrontiert werden können: Lernschwäche, Mobbing in der Schule, erste Liebe, ungewollte Schwangerschaft. Die 15-jährige Mila erwacht im Tagebuch ihrer Mutter und muss sich mit dessen Inhalt auseinandersetzen, der ihr ganz und gar nicht gefällt.


„Viva la Lorca“ – eine Hommage an Federico García Lorca

Die Theater(Off)ensive Salzburg würdigt in ihrer neuesten Produktion den „bedeutendsten Dichter der Spanier im 20. Jahrhundert“.

Der Theaterabend, der Einblick gibt in das Seelenleben des melancholischen Poeten, bekommt durch Tango- und Flamenco-Einlagen eine feurig-sinnliche Note.



Weihnachtsbücher

Leichte, humorvolle Lektüre gerade richtig wenn frau den Kopf voll hat. Schnell gelesen, ohne viel Tiefgang natürlich, dafür „frech und sexy“. Ideal um ein wenig, zumindest gedanklich, vom Alltags- Feiertags- Stress loszukommen.




Die nackte Frau Percht

Der Salzburger Multumedia Künstler Rochus Gratzfeld setzt sich sein mehreren Jahren intensiv mit dem Thema “Die nackte Frau Percht” auseinander. Wir präsentieren hier in der Dorfzeitung einige Fotoarbeiten und einen Text dazu, Diskussionen sind ausdrücklich erwünscht.



Hermann Hermeter:
Schiachperchten

Die Zeit der finsteren, langen und unheimlichen Nächte ist gekommen. Nebelschwaden kriechen vom Fluss herauf in die Stadt hinein. Die Menschen ziehen sich in die warmen Häuser zurück. Das ist dann die Zeit der Teufel und Schiachperchten, die sich für ein paar Wochen den Menschen zeigen.


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