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Autor: Johanna Trommer – Meryen Natalie Akdenizli
Titel: LETTERLAND – Die Diamantenquelle
Verlag: Baumhaus Verlag – Bastei Lübbe,
Erschienen: Köln 2011
Zielgruppe: Kinder 12 – 15 Jahre
522 Seiten
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Das Buch wird von Astrid Müller vorgestellt.

Inhalt:
Die dreizehnjährige Tinka schlägt an ihrem Lieblingsort – der Bibliothek – Homers Odyssee auf und erstarrt: in einem direkt an sie gerichteten Brief wird nach Hilfe für das Reich Letterland in der Welt Grammaton gerufen! Mit ihrer besten Freundin Isabell und dem Antiquar Antonius macht sie sich auf den Weg in eine Welt, die vom Untergang bedroht ist.

Einerseits durch die machtgierige Senatsherrin Zaida bedroht und andererseits durch die Lesefaulheit der Menschenkinder dem Untergang geweiht. Denn durch deren Leseaktivität wird das einzige Nahrungsmittel, Zon genannt, gebildet, das in unterirdischen Quellen fließen sollte. Mit dem Opteron (feenähnliches großes Wesen) Carmesino und dem Stellino (leuchtendes Pelzbällchen) Pin werden Tinka und Isabell auf eine gefährliche Reise geschickt, um das verfluchte Buch Atnaphias aus der Gruft der Könige zu bergen.

Auf verwickelten Wegen treffen Sie auf Freund und Feind. Ein Freund, der ägyptische Junge Rahotep, und dessen Etfant (eine Art Mammut) Adorandor retten Tinka mehrere Male vor dem sicheren Tod und die beiden Menschenkinder beginnen Gefühle für einander zu entwickeln. Sie machen sich gemeinsam auf die Suche nach dem mysteriösen Buch und müssen allerlei gefährliche und spannende Abenteuer bestehen, die an ihren Nerven zerren, bis sie Atnaphias endlich aus der Gruft der Könige befreien können!

Doch ob Tinka noch rechtzeitig kommt, um mit dem Buch eine ganze Welt zu retten und wie das eigentlich geschehen soll, möchte ich an dieser Stelle nicht verraten.
Eines ist jedoch gewiss, es ist eine Geschichte über Freundschaft, die über jegliche Grenzen hinausgeht; eine kindergerecht aufbereitete Lehre, dass man mit anderen interaktiv und nicht autoritär umgehen sollte und dass der Fantasie keine Grenzen gesetzt sind!

Rezension
Als Leserin zahlreicher Fantasie- und Abenteuerromane in Kindertagen erinnert mich der Plot des Romans stark an Michael Endes „Unendliche Geschichte“, geschrieben im Stil der Fantasyschinken des Autorenduos Wolfgang und Heike Hohlbein.

Die Dialoge wirken teilweise zu gekünstelt und oft vermisst man auch logische Zusammenhänge. Auch wenn eine Geschichte in einer fantastischen Welt spielt, darf die narrative Logik nicht fehlen.
Dieses Buch ist der erste veröffentlichte Band einer Saga und auch die Autorin Johanna Trommer ist noch recht jung. (geb. 1981) So kann man davon ausgehen, dass eine Weiterentwicklung des Stils noch stattfinden wird.

Die Geschichte an sich ist lehrreich und deswegen für ältere Kinder und junge Teenager geeignet. Das Buch ist frei von Geschimpfe und Gefluche und selbst die zart aufgebaute Liebesgeschichte zwischen Tinka und Rahotep ist beinahe unsichtbar und nur leicht zu erspüren.