Ines Eberl: Salzburger Requiem

Ines EberlInes Eberl | Foto: Privat/ Gmeiner Verlag

Autorin: Ines Eberl
Titel: Salzburger Requiem – Kriminalroman
ISBN: 978-3-7408-0910-2
Verlag: Emons Verlag
Erschienen: 2020

Klappentext:

Im noblen Salzburger Stadtteil Aigen verschwinden zwei Kinder spurlos. Fünfzehn Jahre später zieht Kunsthistoriker Hans Bosch in das Kutscherhaus einer alten Aigner Villa.

Was er nicht weiß: Seine Haushälterin Anna, die Mutter der Vermissten, sucht noch immer nach ihren beiden Kindern – und eine tote Kindsmörderin soll in der leer stehenden Villa umgehen. Dann liegt auf einmal die Kette von Annas Tochter vor Boschs Tür, und der alte Gärtner stirbt unter mysteriösen Umständen. Bosch taucht in die finstere Vergangenheit der Villa und ihres einstigen Eigentümers ein – und gerät in ein gefährliches Netz aus Verrat, Rache und Mord.

Anni Lemberger

Rezension von Anni Lemberger

Die kleine „Prinzessin“ Steffi lebt mit ihren Eltern in einem schönen Schloss. Alles wäre so wunderbar, hätte sie nicht einen kleinen Bruder bekommen, den sie „Froschkönig“ nennt. Und der Froschkönig muss weg, damit wieder alles so wunderbar wird. Ein eingesteckter Fön in der Badewanne erledigt das Problem für die kleine Steffi. Und die Zeugin dieser schrecklichen Tat, das Kindermädchen Leni, wird durch viel Geld und versteckten Hinweisen, dass sie zu wenig auf die Kinder aufgepasst hätte, zur schweigenden Mitwisserin eines schrecklichen Familiengeheimnisses.

Ja, Steffi war durch und durch böse….. . Deshalb wurde sie von ihrer Mutter bis zu ihrem Tod in der Aigner Villa eingeschlossen – denn: War sie auch am Verschwinden der Zwillinge beteiligt?

15 Jahre stehen Villa und das neben liegende Kutscherhaus leer, bis es der Kunsthistoriker Bosch das Kutscherhaus kauft.

Seltsame Dinge spielen sich jetzt in der leerstehenden Villa ab. Haben die böse Steffi oder gar ihr Geist überlebt und treiben sie weiter ihr Unwesen?

Was anfangs wie eine spannende „Geistergeschichte“ anmutet, beugt sich aber bald der Realität und widmet sich einem verdrängten, aber leider wahren Thema – dem Kunstraub in der Nazizeit und seinen Auswirkungen bis heute.

Ein spannender und niveauvoller Kriminalroman aus der Stadt Salzburg, den ich sehr empfehlen kann.

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Über den Autor

Anna Lemberger
Geboren in Zederhaus/L ungau/ Salzburg. Seit dem Ende ihrer aktiven Berufslaufbahn als Diplomierte Gesundheits- und Krankenschwester 2017 (nach 42 Berufsjahren) liest sie vorwiegend Bücher Österreichischer Autorinnen und Autoren und schreibt Rezensionen dazu. Anni Lemberger betreibt außerdem eine FB Seite, auf der sich LeserInnen und AutorInnen virtuell treffen und austauschen können.

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