„DER satanarchäolügenialkohöllische WUNSCHPUNSCH“

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Michael Endes gleichnamiges Kinderbuch mit dem fast unaussprechlichen Titel feierte in einer dramatisierten Fassung am Montag, dem 2. Dezember 2013, im Schauspielhaus Salzburg Premiere. Das spannende Zauberabenteuer ist ein Wettlauf gegen die Zeit, denn um Mitternacht ist es zu spät, um die Welt zu retten.

Von Elisabeth Traintinger.

Zwei Kinder sitzen am Abend vor dem Fernsehapparat, zappen durch die Kanäle und bleiben schließlich bei einem Nachrichtensender hängen. Ob sie nach all den Katastrophenmeldungen noch gut schlafen können? Ein lauter Krach, die Wohnzimmerwand stürzt ein und wir befinden uns direkt im Labor des bösen Zauberers Beelzebub Irrwitzer, der in Michael Endes Roman für all diese Missstände verantwortlich ist. Er ist die Ursache allen Übels.

Am Silvesterabend steht der Zauberer aber unter Druck, war er doch im letzten Jahr etwas säumig und hat nicht genug Tiere ausgerottet, Flüsse vergiftet und Bäume zum Absterben gebracht – und mit den Seuchen ist er auch in Verzug. Sollte er das nicht mehr rechtzeitig hinbekommen, steht eine Pfändung ins Haus. Seiner durchgeknallten Tante Tytti, der Geldhexe Tyrannja Vamperl, geht es nicht besser. Unangemeldet taucht sie bei ihm auf, in der Hoffnung, mit einem geheimen Punschrezept bis Mitternacht die noch fehlenden Katastrophen zu schaffen.

Mit den Menschen hatten die beiden bisher keine Probleme, doch die Tiere sind misstrauisch geworden und haben Spione ausgesandt. Wird es dem Kater Maurizio und dem Raben Jakob gelingen, die höllischen Pläne der beiden Bösewichter zu vereiteln?

Maximilian Pfnür hat es als böser Zauberer nicht immer leicht, der Besuch des Herrn Made, eines Abgesandten Seiner Höllischen Exzellenz, bringt ihn ganz schön ins Schwitzen, wird er doch von ihm wie eine Marionette durchs Zimmer geschleudert. Die beiden tierischen Geheimagenten, der faule, aber vornehme Kater Maurizio de Mauro (Jakob Elsenwenger) und der kauzige Rabe Jakob Krakel (Kristina Kahlert), müssen zusammenarbeiten, obwohl sie sich eigentlich gar nicht so gut verstehen.

Liesa Liebler glänzt als Tante Tytti mit höllisch guter Laune. Bernadette Heidegger hat das spannende Abenteuer mit hintergründigem Witz in Szene gesetzt. Das höllische Ambiente mit brodelndem Punschkessel (Bühne: Tobias Kreft), die phantasievollen Kostüme (Alexia Engl) sowie die stets tickende Uhr sorgen für spannende 70 Minuten, die den Kindern ein wahrhaft höllisches Vergnügen bereiten.

„DER satanarchäolügenialkohöllische WUNSCHPUNSCH“ von Michael Ende. Regie: Bernadette Heidegger. Bühne: Tobias Kreft. Kostüme: Alexia Engl. Musik: Christopher Biribauer. Mit: Jakob Elsenwenger, Kristina Kahlert, Lisa Liebler, Max Pfnür, Sebastian Martin Rehm. Bildnachweis: Tobias Kreft

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