Mattsee Cafe Neuhofer. Wir sind Gast.

Das Cafe Neuhofer in Mattsee

Wo kommen wir denn da hin?

Es ist Faschingsamstag am späten Nachmittag, der Neuhofer hat noch etwa eineinhalb Stunden geöffnet. Das Kaffeehaus ist fast leer, es sind nur wenige Tische besetzt. In der großen Auslage sitzt ein älteres Ehepaar vor leer getrunkenen Biergläsern, Zeitung lesend. Man sieht dem Paar an, dass auf gepflegtes Äußeres sehr viel Wert gelegt wird.

Die Kellnerin, ein junges Mädchen, fragt höflich, ob sie noch etwas wünschen und es werden 2 Tassen Kaffee bestellt und serviert. Der weißhaarige Herr schaut von der Zeitung auf und fragt nach einem Faschingskrapfen. Auf die Antwort der Serviererin, “die sind heute schon aus, darf ich ihnen etwas anderes bringen” meint er, dann brauche ich den Kaffee auch nicht. Seine Begleiterin beschwichtigt ihn und die Kellnerin geht mit einem roten Kopf zum nächsten Tisch weiter.

Nach kurzer Zeit kommt sie wieder zu den 2 feinen Herrschaften und sagt, dass in einigen Minuten die neuen Krapfen fertig wären; er bestellt einen. Nach kurzer Zeit begann er zu maulen, wo denn der Krapfen bliebe, wenn er gewusst hätte, wie lange es dauern würde, hätte er keinen bestellt. Nachdem der frische Krapfen gebracht wurde, klopfte er lieblos den Staubzucker ab und begann den Krapfen schnell, fast gierig, zu verschlingen.

Die Dame verlangt nach der Rechnung und hielt der Kellnerin einen 500€ Schein hin mit der Frage, ob sie wechseln könne. Als es verneint wurde, fand sich dann doch ein 50€ Schein in der Börse. Die Kellnerin erhielt ein Trinkgeld und holte die ausgedruckte Rechnung über die konsumierten 19,90 €.

Es ist halt alles im Leben einen Frage des Stils, meint grinsend
Karl Traintinger als Spaziergänger in Mattsee.

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