Likar, Janig, Pinter, Waldenberger: Im kranken Haus

Mennesket ved Havet, Esbjerg, by Svend Wiig Hansen

Mennesket ved Havet by Svend Wiig Hansen, Esbjerg, Dänemark | Foto: Karl Traintinger| Dorfbild.com

Autoren: Dr. Rudolf Likar, Dr. Herbert Janig, Dr. Georg Pinter, Dr. Ferdinand Waldenberger
Titel: Im kranken Haus – Ärzte behandeln das Gesundheitssystem
ISBN: 978-3-80000-7742-7
Verlag: Ueberreuter Verlag
Erschienen: 28. 01.2020

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Klappentext:

Diagnose Systemfehler

Sie wollen wissen, was Sie in einer Arztpraxis oder in einem Spital wirklich erwartet?

Vier Top-Mediziner zeigen mit umfangreichen Fallbeispielen schonungslos auf, woran es in unserem Gesundheitssystem krankt. Die Fakten mögen erschüttern. Doch dieses Buch rechnet nicht nur mit den Lügen im System ab, es bietet vor allem praktikable Lösungen an, um die Beziehung von Arzt und Patient in eine heilsame Zukunft zu führen.

Eines ist sicher: Als aufgeklärter Patient können Sie sich und Ihre Familie schützen und von allen Beteiligten Veränderung einfordern. Ein Buch, an dem die Gesundheitspolitik der kommenden Jahre nicht mehr vorbeikommen wird.

Anni Lemberger
Rezension von Anni Lemberger

Die vier Autoren, allesamt in Österreichischen Gesundheitsinstitutionen tätig, zeigen auf, woran es in unserem Gesundheitswesen krankt:

Sie berichten von „erfundenen Krankheiten, die nur der Pharmaindustrie dienen und von überlaufenen Spitalsambulanzen, deren Patienten besser beim niedergelassenen Arzt aufgehoben  wären.

Diskutiert wird über unnötige Kosten bei sehr alten Menschen, die eigentlich die aufwändige Intensivbehandlung gar nicht wollen – und aufgrund von Systemfehlern trotzdem über sich ergehen lassen müssen.

Angesprochen wird auch die unnötige Werbung, die alle Möglichkeiten in der Medizin offen halten, während sie verschweigen, dass der Tod zum Leben gehört und irgendwann, trotz guter Medizin, eintreten wird.

Die Autoren verschweigen auch nicht die wirklichen Probleme, indem sie die fehlenden „Hausärzte“ am Land thematisieren. Auch die, nicht unbedingt im Sinne junger Allgemeinmediziner stattfindende, Ausbildung und schlechte Bezahlung wird nicht verheimlicht.

Aber auch die Verantwortung der PatientInnen und der immer häufiger beschrittene Rechtsweg wird angesprochen. Sie zeigen auch Zahlen auf, in dem Medizin für Schönheitsoperationen und Designerbabys missbraucht wird.

Alles in allem handelt es sich um ein Buch, das der Bevölkerung die Augen öffnet und aufklärt. Empfehlenswert für alle, die das Österreichische Gesundheitssystem nutzen und benutzen.

Empfehlenswert und aufklärend – und aufgrund vieler Fallbeispiele auch für den medizinischen Laien sehr gut lesbar. Und die Autoren zeigen nicht nur auf, sondern schlagen auch Lösungen für die Probleme vor.

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Dorfladen

Über den Autor

Anna Lemberger
Geboren in Zederhaus/L ungau/ Salzburg. Seit dem Ende ihrer aktiven Berufslaufbahn als Diplomierte Gesundheits- und Krankenschwester 2017 (nach 42 Berufsjahren) liest sie vorwiegend Bücher Österreichischer Autorinnen und Autoren und schreibt Rezensionen dazu. Anni Lemberger betreibt außerdem eine FB Seite, auf der sich LeserInnen und AutorInnen virtuell treffen und austauschen können.

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