Der blutende Teufel in der Krutynia

Ein Märchen von Chris Ploier

Einst als der Teufel noch keine Maßanzüge trug, sondern in der Gestalt eines hübschen Wanderburschen bei den Mädchen sein Glück versuchte, kam er zu einem Tanzabend ins Wirtshaus zu Krutyn.

Geschmeidig und flink drehte er die Mädchen im Tanz, und einer Schönen verdrehte er so den Kopf, dass diese die Augen verdrehte und tief in seine Arme taumelte.

Ei, wie fuhr da eine teuflische Lust in das Mädchen und als sie mit dem Teufel am Ufer der Krutynia saß, da biss und kratzte sie im Liebestaumel den Burschen voller Leidenschaft und Ungestüm.

Da ward der Teufel so zerschunden von der Liebe, dass er seine blutigen Wunden in der Krutynia wusch – und darum findet man bis heute in dem Flüsschen Steine voll von teuflischen Blutstropfen.

Ja so, oder so ähnlich muss es gewesen sein.

Euer Märchenerzähler

Der blutende Teufel in der Krutynia (nach einer polnischen  Sage)

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