dorfzeitung _quer

Zum “Frühlings-Jazz-Brunch” spielte am 25. März 2017 das Trio Exquisit (Peter Reutterer  – guit, voc; Zsuzsanna Kiss – voc, viol,  Thomas Müller – p) im Schweiger Deli in der Itzlinger Hauptstraße in Salzburg auf.

Von Karl Traintinger

Die auf Jazz, Swing und internationale Musik spezialisierte Formation konnte mit Standards wie: Fly Me To The Moon, Autumm Leaves, How Many Roads, Route 66, Summertime, Bei mir bist du schejn, etc. das Publikum begeistern. Bei einigen Stücken hat Hanna Rose mitgesungen.

Apropos Publikum, neben mehreren Musikerkollegen gab es einen hohen Anteil an sehr jungem Publikum in diesem modernen, zeitgeistigen Lokal. Die Stimmung war gut, das Essen schön präsentiert und schmackhaft,  leider haben die für einen Brunch typischen warmen Speisen gefehlt, die hausgemachten Säfte waren eine Sensation. Selbst mit Livemusik ist der Preis von 25 € für das Buffet (ohne Getränke) etwas teuer.

Peter Reutterer in der Dorfzeitung:
15. Juni 2011 Peter Reutterer: Augen.Blicke
17. März 2013 Jazzbrunch im Mahlwerk mit dem Trio Exquisit um Peter Reutterer

Das Trio Exquisit ist das nächste Mal beim “Querbeat Festival” in Anthering am 24. 6. 2017 zu hören.

Dorfzeitung.com


Wo kommen wir denn da hin?

Es ist Faschingsamstag am späten Nachmittag, der Neuhofer hat noch etwa eineinhalb Stunden geöffnet. Das Kaffeehaus ist fast leer, es sind nur wenige Tische besetzt. In der großen Auslage sitzt ein älteres Ehepaar vor leer getrunkenen Biergläsern, Zeitung lesend. Man sieht dem Paar an, dass auf gepflegtes Äußeres sehr viel Wert gelegt wird.

___STEADY_PAYWALL___

Die Kellnerin, ein junges Mädchen, fragt höflich, ob sie noch etwas wünschen und es werden 2 Tassen Kaffee bestellt und serviert. Der weißhaarige Herr schaut von der Zeitung auf und fragt nach einem Faschingskrapfen. Auf die Antwort der Serviererin, “die sind heute schon aus, darf ich ihnen etwas anderes bringen” meint er, dann brauche ich den Kaffee auch nicht. Seine Begleiterin beschwichtigt ihn und die Kellnerin geht mit einem roten Kopf zum nächsten Tisch weiter.

Nach kurzer Zeit kommt sie wieder zu den 2 feinen Herrschaften und sagt, dass in einigen Minuten die neuen Krapfen fertig wären; er bestellt einen. Nach kurzer Zeit begann er zu maulen, wo denn der Krapfen bliebe, wenn er gewusst hätte, wie lange es dauern würde, hätte er keinen bestellt. Nachdem der frische Krapfen gebracht wurde, klopfte er lieblos den Staubzucker ab und begann den Krapfen schnell, fast gierig, zu verschlingen.

Die Dame verlangt nach der Rechnung und hielt der Kellnerin einen 500€ Schein hin mit der Frage, ob sie wechseln könne. Als es verneint wurde, fand sich dann doch ein 50€ Schein in der Börse. Die Kellnerin erhielt ein Trinkgeld und holte die ausgedruckte Rechnung über die konsumierten 19,90 €.

Es ist halt alles im Leben einen Frage des Stils, meint grinsend
Karl Traintinger als Spaziergänger in Mattsee.