Stopp Investitionen in Atombomben und Kriegsmaterial

UBS

Die Grossbank UBS zwingt den Credit Suisse-Angestellten nach der Übernahme dieses gescheiterten Geldhauses strenge Regeln auf, was auch die Finanzmarktaufsicht (Finma) begrüsst.

Heinrich Frei

Von Heinrich Frei, Zürich, Schweiz

Es geht darum in Zukunft ein neues Finanz-Desaster zu verhindern. Auch die Manager der UBS und von anderen Institutionen sollten in Zukunft von der Finma aber auch vom Bundesrat an die Kandare genommen werden, unter anderem bei den Investitionen in verbotene Waffen. Das sind Investitionen in Firmen die Personenminen, Streubomben, chemische, biologische und nukleare Waffen herstellen.

Die Abkommen des Verbotes von Personenminen, Streumunition, biologische und chemischen Waffen hat die Schweiz längst unterzeichnet, während der Atomwaffenverbotsvertrag, der am 22. Januar 2022 in Kraft getreten ist, wird zwar vom Parlament unterstützt, aber die Unterzeichnung und Ratifizierung ist vom Bundesrat auf die lange Bank geschoben worden. Bisher haben 92 Staaten den Atomwaffenverbotsvertrag unterzeichnet.

Seit der Revision des Kriegsmaterialgesetzes (KMG) vom 1. Januar 2013 gibt es ein gesetzliches Finanzierungsverbot von verbotenen Waffen. Darunter fallen auch Atomwaffen, welche in Art. 7 Abs. 1 lit. a KMG aufgeführt sind».

Laut der Organisation Don’t Bank on the Bomb, verbunden mit ICAN, (International Campaign to Abolish Nuclear Weapons) wurden 2021 aber dennoch 4’882 Millionen US-Dollar, von Schweizer Institutionen in Firmen angelegt die nukleare Sprengköpfe fabrizieren. Das muss gestoppt werden. In den letzten 70 Jahren schlitterte die Menschheit mehrmals knapp an einem atomaren Schlagabtausch vorbei, der das menschliche Leben auf dieser Erde ausgelöscht hätte. Schon der Einsatz von 100 Atombomben würde ein Absinken der Temperatur auf der Erde zur Folge haben gefolgt von weltweiten Ernteausfüllen und Hungersnöten.

Vom Januar 2019 – Juli 2021 hatte die UBS 2’562,2 Millionen US-Dollar in Firmen angelegt, die an der Produktion von nuklearen Sprengkörpern beteiligt waren, die Credit Suisse 2’058,6 Mio. USD, die Schweizerische Nationalbank 64,4 Mio. USD, EFG International 113,0 Mio. USD, Pictet 60,7 Mio. USD, Company Financière Tradition 23,4 Mio. USD und Quareo Capital 0,7 Mio., laut ICAN.

Wie viele Milliarden CH-Institutionen in Firmen angelegt haben die konventionelles Kriegsmaterial herstellen ist nicht bekannt. Auch solche Investitionen müssten in der Schweiz verboten werden in unserem Land von Henry Dunant, dem Depositär Staat der Genfer Konventionen und dem Sitzland des IKRK, des Internationalen Komitee vom Roten Kreuz in Genf.

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