Djembe lernen gefällig? – Trommelkunst aus Afrika

Djembe – ein Wort, das jeder schon irgendwann einmal gehört hat, oder? – Nur was genau ist eine Djembe? Eine Djembe ist eine aus Westafrika stammendeTrommel mit einem Felldurchmesser von ca. 30 cm bei einer Höhe von etwa 60 cm. Jede Djembe wird handgefertigt und stellt somit ein Unikat dar.

Von Siegfried Steinkogler.

Zumeist werden am Trommelrand noch Schellen und Rasseln angebracht, um zusätzliche perkussive Effekte erzielen zu können. Für den Unterricht finden wir mit einem solchen Instrument das Auslangen. In der westafrikanischen Djembe-Tradition bildet sie gemeinsam mit den “Dunduns” (Bass-Trommeln) und anderen Schlaginstrumenten ein Ensemble, das erst im Zusammenspiel die charakteristische “Klangmelodie” ergibt.

Foto: © TrishZ – Fotolia.com

Um es Anfängern zu ermöglichen, in den Kosmos afrikanischer Trommelmusik einzutauchen, haben die beiden Djembe-Spezialisten Gerhard Kero und Ulli Sanou für das Plattenlabel Extraplatte einen kurzweiligen und leicht verständlichen Audio-Workshop in drei Etappen aufgenommen. Anhand einfacher Taktbeispiele werden die wichtigsten Schlagarten erklärt. Das sind in der Hauptsache der dumpfe Bass (durch Schlag auf die Fellmitte erzeugt), der “open-tone” (der “normale” Schlag am Fellrand) sowie der “slap”, ein knallartig-impulsiv ausgeführter Schlag an die Trommelkante. Zur besseren Übersicht und zur schriftlichen Dokumentation der traditionellen Djembe-Rhythmik hat Gerhard Kero ein übersichtliches, gut fassliches Notationssystem erfunden, welches für den Lernprozess eine Erleichterung bietet. Anders als im mitteleuropäischen Raum üblich, werden in Afrika Rhythmen nicht aufgeschrieben, sondern mit Hilfe von Silben, die den Klang der jeweiligen Schlagart imitieren, vom Lehrer an den Schüler weiter gegeben. Etwa so:

ba-dum-ba ba-dum-ba ba-bi-di-ba-ba ba-bi-di-ba

wobei diejenigen Silben betont werden, die mit den Taktschwerpunkten zusammen fallen.

Auf der CD “Djembe spielen lernen”, Vol. 3 befinden sich zwei Tanzrhythmen für schon fortgeschrittene Spieler, namentlich der “Garankedon” und der “Suko”, beides traditionelle Rhythmen aus Guinea und Mali, den Ursprungsländern der Djembe-Musik. Waren es auf Vol. 1 und 2 noch gerade Taktarten, beschäftigt sich Vol. 3 mit den “ungeraden” Dreiertakten, also 6/8- und 12/8-Takt. Das ergibt insofern eine technische Erschwernis, als bei einem 6/8-Takt (bei dem das 1. und 4. Achtel betont werden muss) die Betonung abwechselnd von der rechten in die linke Hand wandert. Um ddieses Phänomen zu erkunden, bedarf es keiner Djembe: wir können das spielend auf der Kante unseres Esstischs ausprobieren …

Was diesem Trommelkurs (und somit auch der CD) eine unverkennbare Originalität verleiht, sind die phänomenalen Aufnahmen von Drissa Kone (Djembe) und Oumou Mariko (Gesang), beides anerkannte Könner ihres Fachs und weit über die Grenzen ihrer Heimat Mali bekannt. Aber keine Angst: diese eingespielten Versionen von Garankedon und Suko sind natürlich ungleich komplexer als die im Rahmen des Kurses gebotenen Fassungen! –

Also, viel Spaß beim Djembe lernen! Und wenn Sie – wie Gerhard Kero und Ulli Sanou es treffend formulieren – mitten in der Nacht aufwachen und dabei die Rhythmusabfolge “du-dum da da da, du-dum da bi-di-ba bi-di-ba” im Ohr haben, dann sind Sie mit Ihrem “Garankedon” auf dem richtigen Weg ………

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