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Hannelore Hippe | Foto: dtv/ © Heike Bogenberg

Hannelore Hippe

Autorin: Hannelore Hippe
Titel: Die verlorenen Töchter
ISBN: 978-3-4232-6205-7
Verlag: dtv Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG

Klappentext:
„Was an meinem Leben ist wirklich und was nicht?“

Im Sommer 1945, kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs, bringt Åse Evensen im norwegischen Tromsø ihre Tochter Katrine zur Welt. Åse gilt als „Tysketøser“ als „Deutschenflittchen“, weil sie sich mit einem deutschen Besatzungssoldaten einließ. Sie muss deshalb in ein Straflager, und Katrine wächst unter anderem Namen in einem ostdeutschen Waisenhaus auf. Erst als Erwachsene erfährt sie die Wahrheit über ihre Herkunft.
Als Katrine sich auf die Suche nach ihrer leiblichen Mutter macht, ahnt sie nicht in welche Gefahr sie sich damit begibt….

Rezension von Rebecca Schönleitner

Dieser
Roman, in dem ein trauriges Kapitel der norwegischen Geschichte aufgearbeitet
wird, berührt und fesselt gleichermaßen.

Die
unschuldige Åse,
aufgewachsen im hintersten Eck Norwegens wird 1942 von ihrem Bruder in die Stadt
gebracht um für die Deutschen zu arbeiten.

Åse ist einsam und lernt einen
sehr netten, liebevollen deutschen Soldaten kennen und lieben. Alles muss im
Geheimen passieren, es ist gefährlich sich mit einem Deutschen einzulassen.
Kurz vor Kriegsende wird ihr Geliebter an die Ostfront versetzt und Åse erkennt
dass sie ein Baby erwartet.

Hier
kommt ein Teil der norwegischen Geschichte zum Tragen. Frauen, die sich mit
Deutschen eingelassen hatten, wurden die Kinder weggenommen und sie selbst in
Straflager gebracht.

Die
verzweifelte Åse
versucht nach ihrer Entlassung aus dem Lager ihr Kind wieder zu finden und die
Geschichte beginnt ihren traurigen Weg.

Ich
habe das Buch in einem Zug durchgelesen, es ist so unendlich traurig und
berührend, meine Recherchen über den geschichtlichen Hintergrund machten mich
fassungslos und zornig.

Unbedingt
lesen!!!