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Maunzteufel in Anthering

Der Antheringer Maunzteufel

1531 wurde im Maunzgraben bei Würzenberg (Anthering) am Haunsberg angeblich ein menschenähnliches Untier gesehen, um das sich abenteuerliche Geschichten ranken.

Diese Geschichte ist eine seit altersher überlieferte Sage> geworden. Dargestellt ist der Maunzteufel in einer aus weißem Marmor hergestellten Steinplastik, die sich in einer nach Südwesten ausgerichteten, segmentbogigen Nische der Friedhofsmauer der Pfarrkirche in Anthering befindet.

VS Anthering: Schulprojekte zum Maunzteufel > ___STEADY_PAYWALL___

Auf der erklärenden Marmortafel unter der Figur steht: “Anno 1531 ist ein so gestaltetes Monstrum so man Forstteufel genennt, unter Regierung Cardinal Erzbi9schoffens zu Salzburg Matthäi Lang in Haunsberg auf der Jagdt gefangen worden, es war gelb von farb, gantz wild und wolte die Leuth nit ansehen, sondern verbarg sich in die Winckel, trug einen Hahnenkhamb auf dem Haupt, hatte ein Menschengesicht mit Bart, Adlerfueß, schier Löwentatzen und einen Hundßschweiff, starb bald des Hungers man mecht ihm vil so liebnlich lokken oder sovill gewealts anthuen, daß es esßen oder trinckken wollte.”

Den Maunzteufel ließ Erzbischof Johann Ernst nach einem Gemälde anfertigen. Eine weitere Skulptur ist im Schlossgarten von Hellbrunn zu sehen. Der Antheringer Maunzteutel war ursprünglich im Schlosspark Klessheim aufgestellt und ist seit 2001 eine Dauerleihgabe des Landes Salzburg an die Gemeinde Anthering.