Claudia Rossbacher: Steirerwahn

Claudia Rossbacher

Claudia Rossbacher | Foto: Gmeiner/ © Sarah Koska

Steirerwahn

Autorin: Claudia Rossbacher
Titel: Steirerwahn – Kriminalroman
ISBN: 978-3-8392-0198-5
Verlag: Gmeiner-Verlag GmbH
Erschienen: 2022

Dr. Wolfgang Pirkl

Buchrezension von Wolfgang Pirkl

Klappentext:

An der Steirischen Apfelstraße wird ein Mann mit einer Holzkugel in der Mundhöhle aufgefunden, erdrosselt mit dem Strick seiner Kutte.

Die LKA-Ermittler Sandra Mohr und Sascha Bergmann erfahren, dass der Tote den Apfelmännern angehörte, die sich an diesem Morgen in Brennklausur begaben, um in einem geheimen Ritual den angeblich weltbesten Apfelschnaps herzustellen.

Warum aber wurde der Obstbauer ermordet? Und wer steckt dahinter? Bald schon soll der nächste Apfelmann sterben.

Anni Lenberger

Rezension von Anni Lemberger

Sascha Bergmann und Sandra Mohr bekommen eine neue Chefin. Für Bergmann keine besonders erfreuliche Nachricht, denn Nicole Herbst ist eine „alte Bekannte“ aus seiner Wiener Zeit. Deshalb ist er froh, dass beim „Begrüßungsbuffet der Neuen “ sein Handy vibriert und er zu einem neuen Mordfall gerufen wird.

Die Ermittler werden dieses Mal an die steirische Apfelstraße, in den Bezirk Weiz, gerufen. Dort hat wieder die alljährliche, höchst geheime Brennklausur des „Abakus“, einem besonders hochwertigen Apfelschnaps aus der Region, begonnen. Zutritt zu dieser Klausur haben nur 20 ausgewählte „Apfelmänner“, die drei Tage, eingesperrt in einem geheimen Ritual, den Schnaps brennen. Die Teilnahme am Brennprozess ist für jeden Apfelmann verpflichtend – angefangen wird erst, wenn alle vollzählig anwesend sind. In diesem Jahr sind es  allerdings nur 18 Apfelmänner, die zur Brennklausur erwartet werden, denn Walter Binder starb einige Wochen vorher an Leberzirrhose und Dominik Ederer ist entschuldigt, weil er für eine Wirtschaftskooperation in Spanien unterwegs ist. Sobald er jedoch von Spanien zurück kommt, muss er sich in Brennklausur begeben.

Warum aber der „18. Apfelmann“ Markus Mauerhofer unentschuldigt der Klausur fernbleibt, erfahren die restlichen 17 Apfelmänner von den Ermittlern Sandra Mohr und Sascha Bergmann – er wurde ermordet.

Als aber auch noch ein zweiter Apfelmann ermordet aufgefunden wird – auch er mit einer Kugel in der Mundhöhle – wird der Fall immer verwirrender… .

Nachdem Sandra Mohr von einem Zeugen angerufen wird, hört sie im Hintergrund ein bekanntes Geräusch. Sie begibt sich, weil sie Bergmann telefonisch nicht erreichen kann, alleine  auf den Weg dorthin und kommt damit dem Mörder gefährlich nahe…

In dem mittlerweile 12. Fall der beiden Ermittler Sandra Mohr und Sascha Bergmann ist für Spannung gesorgt. Der Autorin ist es wiederum gelungen, den Lesenden von Anfang bis zum Schluss zu begeistern. Der fiktive Roman stellt eine Verbindung zur realen Welt der Apfelmänner und ihrem Abakus her, dabei wird aber auch der missbräuchliche Alkoholkonsum und seine Folgen thematisiert. 

Ein sehr gelungener und empfehlenswerter Heimatkrimi aus der Steiermark.

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Über den Autor

Anna Lemberger
Geboren in Zederhaus/L ungau/ Salzburg. Seit dem Ende ihrer aktiven Berufslaufbahn als Diplomierte Gesundheits- und Krankenschwester 2017 (nach 42 Berufsjahren) liest sie vorwiegend Bücher Österreichischer Autorinnen und Autoren und schreibt Rezensionen dazu. Anni Lemberger betreibt außerdem eine FB Seite, auf der sich LeserInnen und AutorInnen virtuell treffen und austauschen können.

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