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Mennesket ved Havet, Esbjerg, by Svend Wiig Hansen

Autoren: Dr. Rudolf Likar, Dr. Herbert Janig, Dr. Georg Pinter, Dr. Ferdinand Waldenberger
Titel: Im kranken Haus – Ärzte behandeln das Gesundheitssystem
ISBN: 978-3-80000-7742-7
Verlag: Carl Ueberreiter Verlag
Erschienen: 28. 01.2020

Klappentext:

Diagnose Systemfehler

Sie wollen wissen, was Sie in einer Arztpraxis oder in einem Spital wirklich erwartet?

Vier Top-Mediziner zeigen mit umfangreichen Fallbeispielen schonungslos auf, woran es in unserem Gesundheitssystem krankt. Die Fakten mögen erschüttern. Doch dieses Buch rechnet nicht nur mit den Lügen im System ab, es bietet vor allem praktikable Lösungen an, um die Beziehung von Arzt und Patient in eine heilsame Zukunft zu führen.

Eines ist sicher: Als aufgeklärter Patient können Sie sich und Ihre Familie schützen und von allen Beteiligten Veränderung einfordern. Ein Buch, an dem die Gesundheitspolitik der kommenden Jahre nicht mehr vorbeikommen wird.

Anni Lemberger

Rezension von Anni Lemberger

Die vier Autoren,
allesamt in Österreichischen Gesundheitsinstitutionen tätig, zeigen auf, woran
es in unserem Gesundheitswesen krankt:

Sie berichten von
„erfundenen Krankheiten, die nur der Pharmaindustrie dienen und von überlaufenen
Spitalsambulanzen, deren Patienten besser beim niedergelassenen Arzt
aufgehoben  wären.

Diskutiert wird über
unnötige Kosten bei sehr alten Menschen, die eigentlich die aufwändige
Intensivbehandlung gar nicht wollen – und aufgrund von Systemfehlern trotzdem
über sich ergehen lassen müssen.

Angesprochen wird
auch die unnötige Werbung, die alle Möglichkeiten in der Medizin offen halten,
während sie verschweigen, dass der Tod zum Leben gehört und irgendwann, trotz
guter Medizin, eintreten wird.

Die Autoren
verschweigen auch nicht die wirklichen Probleme, indem sie die fehlenden
„Hausärzte“ am Land thematisieren. Auch die, nicht unbedingt im Sinne junger
Allgemeinmediziner stattfindende, Ausbildung und schlechte Bezahlung wird nicht
verheimlicht.

Aber auch die Verantwortung der PatientInnen und der immer häufiger beschrittene Rechtsweg wird angesprochen. Sie zeigen auch Zahlen auf, in dem Medizin für Schönheitsoperationen und Designerbabys missbraucht wird.

Alles in allem
handelt es sich um ein Buch, das der Bevölkerung die Augen öffnet und aufklärt.
Empfehlenswert für alle, die das Österreichische Gesundheitssystem nutzen und
benutzen.

Empfehlenswert und
aufklärend – und aufgrund vieler Fallbeispiele auch für den medizinischen Laien
sehr gut lesbar. Und die Autoren zeigen nicht nur auf, sondern schlagen auch
Lösungen für die Probleme vor.


Autorin: Nienke Jos
Titel: Die Einsamkeit der Schuldigen: Der Abgrund
ISBN: 978-3-8392-2449-6
Verlag: Gmeiner Verlag GmbH
Erschienen: 12.06.2019

Klappentext:

„Wenn man auf den Tod wartet,
können sich Minuten schier unendlich hinziehen, während im Kampf ums Überleben
jede Sekunde zählt.“ Kaum eine Autorin geht so gnadenlos mit ihren
Protagonisten um, wie Nienke Jos es tut. Auch im lang ersehnten zweiten Teil
stellt sie ihre Leser kompromisslos auf die Probe: Kein Weiß, kein Schwarz,
kein furioses Finale, stattdessen eine moralische Irrfahrt an den Abgrund der
menschlichen Seele. Und wer noch glaubt, Jos habe etwas für die Guten übrig,
wird hier meisterlich durch die Manege geführt. Ein gelungener Abschluss des
spannenden Zweiteilers.

Rebecca Schönleitner

Rezension von Rebecca Schönleitner

Die Fortsetzung des Thrillers „Die Einsamkeit der Schuldigen – Das Verlies“ ist ein Buch, das einfach Angst macht. Ich rate aber unbedingt den ersten Teil zu lesen, bevor man sich an dieses Buch heranpirscht, denn dann werden die Zusammenhänge klarer.

Während
des Lesens dachte ich mir immer wieder, welche Psyche muss ein Mensch haben um
sich derartige Grausamkeiten, solche menschlichen Abgründe, Gleichgültigkeit,
Handlungen, die aus puren Egoismus – und nicht einem verzeihbarer Egoismus
sondern aus so einer abgrundtiefe Ichbezogenheit entstehen, einfallen zu
lassen. Teilweise entwickelte ich einen derartigen Hass auf ProtagonistInnen,
dass ich pausieren musste.

Das Buch führt uns in die Tiefen der menschlichen Seele, abgrundtief und grausam. Extrem empfehlenswert – allerdings nichts für schwache Nerven.


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Martin Mucha

Martin Mucha: Das Diamantcollier

Autor: Martin Mucha
Titel: Das Diamantcollier
Ein Wien Krimi
Verlag: Gmeiner – Verlag GmbH
ISBN: 978-3-8392-2567-7
Erschienen: 12. Februar 2020

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Klappentext:

Arno Linder, seines Zeichens Professor für klassische Philologie an der Uni Wien, freut sich auf beschauliche Sommerferien mit seinen Kindern und seiner Frau.

Doch wie immer in seinem Leben kommt es anders als er denkt. Seiner Frau zuliebe steigt Arno noch ein letztes Mal in die Tiefen der Wiener Unterwelt, um die verlorenen Brillanten eines Popstars zu suchen. Während seiner Suche nach den Edelsteinen stellt sich heraus, dass Arno nicht nur kalte Schätze, sondern vor allem seine Ehe retten muss …

Eine
Jagd durch das sommerheiße Wien – auf der Suche nach Edelsteinen, Familiengeheimnissen
und dem perfekten Rezept für Schwarzen Mokka…

Anni Lemberger

Rezension von Anni Lemberger

Von Irene, einem internationalen Gesangsstar, hat der
Professor schon mehrfach gehört – ist es doch eher selten, dass ein Weltstar
dieser Größe aus Österreich kommt. Aber, dass diese Irene auch noch die beste
Freundin seiner Frau Laura – und das seit Kindertagen, sein soll, überrascht
Arno doch sehr. Noch mehr überrascht es ihn, dass er Irene vom Flughafen
abholen soll. Und er spürt sofort, sie mögen sich nicht. Trotzdem überredet ihn
Laura, dass er Irenes verschwundenes Diamantcollier sucht, denn aufgrund
einiger „Nebensächlichkeiten rund um das Collier“ kann die Wiener Polizei
leider nicht mit der Suche „beauftragt“ werden.

Bis Arno herausgefunden hat, dass es das beschriebene
Collier so gar nicht geben kann, stolpert er bereits von einer abstrusen
Geschichte zur anderen. Zwei elegant gekleidete Herren in einem Maserati haben
Arno´s Aufmerksamkeit besonders auf sich gelenkt.

Eine Krimisatire der besonderen Art. Der Autor ist ein
Meister seines Faches und spielt mit den Worten und Sätzen. Ein gut zu lesender
und sehr niveauvoller Roman, der gespickt ist, mit schwarzem Humor.


Arnsdorf im Regen

Sternstunden Religionsunterricht

Autoren: Renate Bauinger (Hg.), Silvia Habringer-Hagleitner, Maria Trenda
Titel: Sternstunden Religionsunterricht – Erzählungen aus dem Schulalltag
Verlag: Anton Pustet Salzburg
Erschienen: 2020
Umfang: 96 Seiten mit farbigen Kinderzeichnungen
Format: 17 x 24 cm französische Broschur
ISBN: 978-3-7025-0976-7

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Klappentext

Was leistet Religionsunterricht?

Was geschieht eigentlich im Religionsunterricht? Was erleben Lehrerinnen und Lehrer, was erleben die Schülerinnen und Schüler?

Wenn
Religionsunterricht gelingt, dann ist er ein Kraftfach. Ein Fach, das
alle Beteiligten stärkt, ermutigt und zum Nachdenken anregt. Ein Fach,
in dem das Leben in all seinen Facetten zur Sprache kommt und in dem
Herzen berührt werden. Die Beteiligten erleben solche Stunden wie
Sternstunden: geschenkte Augenblicke, die sich nachhaltig in die
Erinnerung eingraben. Von solchen Sternstunden erzählt dieses Buch.
Lehrerinnen, Lehrer, Schülerinnen und Schüler aus den verschiedenen
Konfessionen und Religionen berichten über Schönes, Trauriges, Lustiges
und Interessantes aus ihrem konkret erlebten Religionsunterricht. Es ist
für sie an der Zeit, öffentlich zu sagen, was sie dem
Religionsunterricht abgewinnen können.

Erfahrungsberichte aus dem Schulalltag unterschiedlicher Konfessionen.

Elisabeth Traintinger

Rezension von Elisabeth Traintinger

Das Buch ist eine Sammlung von Erzählungen und Erfahrungen aus dem Schulalltag unterschiedlicher Konfessionen. Sowohl Religionslehrer als auch Kinder und Jugendliche kommen zu Wort.

Es ist interessant und lesenswert mit welchen Methoden Religionslehrer versuchen, den Schülern einen vertiefenden Zugang zum Leben und Glauben zu vermitteln.

Die Vermittlung von Werten wie Liebe, Respekt und Wertschätzung, die ein wesentliches Element des Religionsunterrichtes darstellt, ist mindestens genau so wichtig wie die Vermittlung von Wissen.

Dieses Buch kann ich allen empfehlen, sowohl Lehrern als auch solchen Personen, die Interesse an der Entwicklung der geistigen Fähigkeiten unserer Kinder haben.


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Maria Publig

Waldviertelfluch

Autorin: Maria Publig
Titel: Waldviertelfluch – Kriminalroman
ISBN: 978-3-392-6324-2
Verlag: Gmeiner – Verlag GmbH
Erschienen: März 2020

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Klappentext:

Wein und Design – die neuen Hobbys der Wiener PR-Lady Walli Winzer. Sie soll die Vernissage einer russischen Galerie organisieren.

Da kommt die Weinverkostung im Waldviertler Kamptal genau recht. Der Riesling belebt nicht nur die Sinne, sondern fördert einige aggressive Winzer zutage.

Bald liegt deren Verbandsvorsitzender tot hinterm Presshaus. Ein Brüderpaar zankt ums Erbe. Die Ehefrau gibt sich bedeckt. Walli ist verwirrt. Auch wegen des feschen Polizeioberst aus Krems, der nicht ermitteln will.

Anni Lemberger

Rezension von Anni Lemberger

PR Lady Walli Winzer
„ermittelt“ dieses Mal bei den niederösterreichischen Winzern im
Kamptal. Obwohl sie Winzer heißt, hat sie aber von der
Weinherstellung wenig Ahnung. Aber für die Verkostung und den Genuss
von Qualitätsweinen kann sie sich durchaus begeistern. Außerdem
verleiht die Anwesenheit von Dr. Ludwig Weichselbaumer, von Beruf
Polizeioberst, Walli´s Weinverkostung einen zusätzlichen Charme.
Zudem beauftragt der Hr. Oberst nach dem leblosen Auffinden des
Gastgebers Walli persönlich mit der Ermittlung.

Walli versucht
herauszufinden, welche Rolle die Russin Olga Karnikoff und der
korrupte Bürgermeister von Großlichten in diesem Fall spielen?

Ein humorvoller
Roman rund die Niederösterreichischen Weinbauern und der
„Ermittlerin wider Willen“ PR Lady und Powerfrau Walli Winzer,
die in das Leben anderer wenig diskret hinein- und drüber stolpert.

Ein elegantes Spiel mit der Sprache, interessant zu lesen und sehr spannend. Ich kann diesen Roman wirklich empfehlen.


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Autor: Hinrich von Haaren
Titel: Blaues Reich. Winterstadt
ISBN: 978-3-7017-1711-8
Verlag: Residenz Verlag GmbH
Erschienen: 18.02.2020

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Klappentext:

Berlin vor dem Fall der Mauer, China vor dem Massaker am Tian’anmen-Platz: eine Welt voller uneinlösbarer Versprechen, eine Generation, die sich treiben lässt auf der Suche nach einem anderen Leben. Im winterlichen Berlin mit seinen dunklen Kneipen und plüschigen Cafés versuchen der Erzähler und sein bunt zusammengewürfelter Freundeskreis, eine neue Freiheit zu erfinden.

In ihrem Mittelpunkt steht die schillernde Nina, die alle in ihren Bann zieht, selbst jedoch den gefährlichen Einflüsterungen ihrer inneren Stimmen ausgeliefert ist.

Ein One-Way-Ticket nach Beijing wird zum Befreiungsschlag: Der Erzähler lässt alles hinter sich und reist durch ein China im Umbruch, durch ein großes, blaues Reich, in dem er vergeblich das Vergessen sucht.

Rebecca Schönleitner

Rezension von Rebecca Schönleitner

Ein großartiges Buch! Eine Mischung aus unglaublichem Humor, großer Tragik, Verlust und Angst.

Ein junger Mann bricht auf eine
China Reise auf – urkomisch und gleichzeitig tragisch die Beschreibungen der
munteren Chinesen denen er begegnet – um sich wieder selbst zu finden.

Das Buch besteht aus Einblicken
und Rückblicken, die Vorgeschichte der Reise, der tragische Lebensverlauf der
egoistischen, egozentrischen, beinharten und doch psychisch kranken Nina
begleiten ihn. Die Geschichten rund um den Mauerfall und zeitgleich die
Ermordungen in Peking am Tian’anmen-Platz geben dem Buch eine unglaubliche
Dynamik.

Ein absolut empfehlenswertes Buch, ein Muss für Liebhaber richtig guter Literatur.


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Daniel Zipfel

Autor: Daniel Zipfel
Titel: Die Wahrheit der Anderen
ISBN: 978-3-218-01207-2
Verlag: Kremayr & Scheriau GmbH & Co.KG
Erschienen: 2020

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Klappentext:

„Fakten“, sagte er. „Nüchterne Fakten. Das brauchen die Antragsteller, das braucht die Bevölkerung. Keine Mitleidsgeschichten, nein, das braucht wirklich niemand.“

Eine Gruppe pakistanischer Flüchtlinge protestiert gegen das Asylgesetz und besetzt eine Kirche. Uwe Tinnermanns, Journalist einer Boulevardzeitung, wittert seine Chance für beruflichen Aufstieg und startet eine Kolumne, um über das Protestlager zu berichten. Allerdings ist die Realität recht unspektakulär, weshalb er die Ereignisse ausschmückt, nach eigenem Gutdünken dramatisiert und die Pakistanerin Veena Shahida als Symbolfigur des Protests in Szene setzt. Damit erlangt die Protestbewegung zwar öffentliche Aufmerksamkeit, die Chancen auf Asyl verschlechtern sich aber vor allem für Veena Shahida, deren Geschichte zunehmend unglaubwürdig erscheint.

Ihre Anwältin Birgit Toth versucht den Fall mit allen Mitteln durchzubringen und stellt sich gegen den Protest. Wer sagt die Wahrheit und welche Wahrheit hat vor Gericht und vor der Öffentlichkeit Bestand?Daniel Zipfel widmet sich auch in seinem neuen Roman den Grauzonen der Asylpolitik.

Auf gleichermaßen spannende wie eindringliche Weise zeigt er, wie es um das Schicksal von Menschen steht, wenn persönliche Interessen im Spiel sind und dass die Wahrheit weitaus komplexer als ihre Darstellung ist.

Anni Lemberger

Rezension von Anni Lemberger

Ein Roman nach einer wahren
Begebenheit. Ich kann mich noch gut an die „Kirchenbesetzung“ von Asylsuchenden
in Wien vor einigen Jahren, erinnern. Der Autor dieses Romans zeigt jetzt aber
eine andere Wahrheit auf, als sie damals einer interessierten Öffentlichkeit
zugänglich war. Und er muss es wissen als Jurist in der Asylberatung.

Ein erschütterndes Zeugnis,
wie hilfesuchende Menschen gebraucht und missbraucht werden für Schlagzeilen
und Bekanntheit eines fehlgeleiteten Boulevardjournalismus.

Während die unfreiwillige Akteurin dieses Spektakels ihr Asylrecht verlor und in ihr frauenfeindliches Herkunftsland zurück gebracht wurde, erntete der „journalistische Zündler“ Lob und Anerkennung. Denn die Wahrheit interessiert ohnehin niemanden, es muss nur spannend sein und die Konsequenzen für die missbrauchten Menschen werden als Kollateralschaden abgetan.


Autor: Irmgard Fuchs
Titel: In den kommenden Nächten
ISBN: 978-3-2180-1178-5
Verlag: Verlag Kremayr & Scheriau
Erschienen: 05.09.2019

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Klappentext:

Doro Grimm steckt fest. In ihrer Beziehung. In ihrem Job. In ihrem Leben. Die Beziehung ist stabil, sie hat eine feste Anstellung, aber es ist, als wäre alles ohne ihr Zutun geschehen und sie selbst nur eine Figur in einer Geschichte.

Eines Tages wird der Alltag so unerträglich, der Wunsch nach einem Woanders so stark, dass sie sich kurzerhand eine Wohnung mietet, ihre Koffer packt und ihren Freund Elmar verlässt.

Eine Weltreise, gibt sie vor. Tatsächlich befindet sich die neue Wohnung aber nur wenige Kilometer von Elmar entfernt.

Als sie die Tür zu einem anderen Leben öffnet, wartet allerdings weder die große Freiheit noch die große Erleichterung oder das gute Ende, das sie in so vielen Märchen gelesen hat, sondern die Konfrontation mit einem Ich, das in seine Einzelteile zerfallen ist.

Rebecca Schönleitner

Rezension von Rebecca Schönleitner

Ein faszinierendes Debüt, das
uns Irmgard Fuchs da schenkt.

Doro Grimm hatte so gar keine glückliche Kindheit und beansprucht auch nichts in ihrem Leben. Es verwundert sie sogar einen Lebenspartner zu finden und einen Job, der ihr zwar Freude bereitet, sie aber in dem kleinen Kaff, in dem sie aufwachsen musste festsetzt.

Eines Tages beschließt sie auszubrechen. Sie fühlt sich als Marionette und möchte ihr Leben endlich selbst in die Hand nehmen. Sie gaukelt allen vor dass sie eine Weltreise macht und versteckt sich in einer gemieteten Wohnung in der Stadt, um endlich allein zu sein und über ihr Leben nachdenken zu können.

Die große Welt, das freie Leben hat sie sich aber doch anders vorgestellt. Sie muss sich schließlich mit sich selbst auseinander setzen und gerät wieder in einen hilflosen Strudel.

Der Roman ist großartig, ich
konnte einfach nicht aufhören zu lesen. Sehr sehr empfehlenswert!

Zitat:

Irgendwann sagt Elmar in die
Dunkelheit einer Nacht, in der du wieder nicht schlafen konntest: Weißt Du der
Trick mit dem Glück ist, eben immer nur das zu wollen was man hat.

Dem schließe ich mich an.


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Claudia Rossbacher

Steirerstern

Autorin: Claudia Rossbacher
Titel: Steirerstern – Kriminalroman
ISBN: 978-3-8392-2593-6
Verlag: Gmeiner Verlag GmbH
Erschienen: 2020

Klappentext:

In ihrem zehnten Fall werden die LKA-Ermittler Sandra Mohr und Sascha Bergmann ins Murtal gerufen, um den tödlichen Treppensturz eines Bassisten zu klären. Ist Luigi bei einem bedauerlichen Unfall ums Leben gekommen? War es Mord oder Totschlag?

Die junge Sängerin, in deren Band er spielte, gerät im Fokus der Medien unter Tatverdacht und wird schließlich vermisst. Hat Jessica Wind ihren Freund im Streit getötet und ist nach dem »Volx Open Air« in Spielberg untergetaucht?

Oder wurde sie Opfer eines Verbrechens? Neider und Feinde gibt es genug. Und einen besessenen Fan, der sie stalkt.

Anni Lemberger

Rezension von Anni Lemberger

David Lintschinger, der Sohn von Chefinspektor Bergmann wendet sich in eigener Sache hilfesuchend an seinen Vater. Sein bester Freund und Bandkollege wurde unterhalb einer Treppe tot aufgefunden. Und David ist überzeugt, dass bei dem Sturz nachgeholfen wurde.

Eigentlich müsste Bergmann die Ermittlungen wegen Befangenheit abgeben. Er kann ja nicht ausschließen, dass sein Sohn in einem eventuellen Mordfall verwickelt ist. Aber wer Bergmann kennt (und mittlerweile ist es ja sein 10. Fall), weiß, dass er selbstverständlich seinen Vorgesetzten, die Tatsache, dass David sein Sohn ist, verschweigt und Sandra Mohr, seine Abteilungsinspektorin, loyal hinter ihm steht und dieses Geheimnis mit ihm teilt.

Der Kriminalroman entführt den Leser in die Welt des Musikbusiness und zeigt die unschönen Seite davon auf.

Ein bodenständiger, steirischer Heimatkrimi, der spannend und gut lesbar ist. Nachdem der Roman offen lässt, wie es mit dem schwer erkrankten Chefinspektor weitergeht, warte ich auf den nächsten Steirerkrimi……?


Autor: Pierre Martin
Titel: Madame le Commissaire und der verschwundene Engländer
ISBN: 978-3-4265-1384-2
Verlag: Knaur Taschenbuchverlag
Erschienen: 01.04.2014

Klappentext:

Isabelle
Bonnet, Leiterin einer geheimen Spezialeinheit in Paris, wäre bei einem
Sprengstoffattentat fast ums Leben gekommen. Für ihren Erholungs-Urlaub reist
sie in ihren Geburtsort Fragolin in der Provence. Doch mit der Ruhe ist es
schnell vorbei, denn erst verschwindet ein reicher Engländer aus seiner Villa
und dann wird am Strand von Saint-Tropez eine Frauenleiche gefunden. Isabelle
Bonnet lässt sich überreden, den Fall (degradiert zur Kommissarin und
ausgestattet mit falschem Lebenslauf) zu übernehmen – was bei den Kollegen vor
Ort nicht gerade Begeisterung auslöst, denn in der Provence-Provinz herrschen
noch eine ganze Menge Vorurteile. Doch mit dem dümmlich wirkenden
Polizei-Archivar wird ihr ein unerwartet findiger Assistent zur Seite gestellt.
Was wollte der mysteriöse Engländer in der Provence? Und auch die Rätsel aus Isabelles
eigener Vergangenheit, der Unfalltod ihrer Eltern, müssen dringend gelöst
werden…

Rebecca Schönleitner

Rezension von Rebecca Schönleitner

Die Buchreihe rund um Isabelle
Bonnet wurde mir von meiner französischen Freundin wärmstens empfohlen.
Neugierig gemacht kaufte ich mir gleich den ersten Band und möchte Ihnen, liebe
Leser, das Buch nicht vorenthalten.

Es spielt in der Provence, eine
der schönsten Gegenden Frankreichs in einem kleinen, wir würden sagen
„eingnahten“ Dörfchen. Isabelle verbrachte hier ihre Kindheit und flüchtet nach
einem schweren Unfall zurück, um Frieden und Entspannung zu finden. Natürlich
kann eine Frau wie sie nicht einfach in aller Ruhe Urlaub machen, denn in dem
beschaulichen Dörfchen passiert ein Mord. Absolut grandios finde ich ihren
Assistenten, der ihr als Notnagel zur Seite gestellt wird, sich aber als wahrer
Goldschatz entpuppt. Ich habe ihn sofort ins Herz geschlossen und hoffe, er
bleibt uns weiterhin erhalten.

Sehr empfehlenswert, die nächsten Bücher dieser Reihe warten schon darauf gelesen zu werden!


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Alexandra Bleyer | Foto: Emons © Peter Lukačovič

Kesseltrieb

Autorin: Alexandra Bleyer
Titel: Kärntner Kesseltrieb
Kriminalroman
ISBN: 978-3-708-0610-1
Verlag: Emons Verlag GmbH
Erschienen: 2019

Klappentext:

Tiefschwarzer Humor aus dem Mölltal.

Mit Touristen im Revier hat Aufsichtsjäger Sepp Flattacher seine liebe Not. Und als er mitten im Wald eine stattliche Hanfplantage entdeckt, ist’s endgültig aus mit der Gaudi.

Denn für ein Drogenkartell hat Sepp fast noch weniger Verständnis als für übereifrige Schwammerlsucher. Entschlossen bläst er zur Jagd auf die Ganoven im Mölltal. Doch die sind durchaus bereit, über Leichen zu gehen.

Anni Lemberger

Rezension von Anni Lemberger

Dieser
etwas andere Krimi hat mich anfangs aufgrund seiner ungewöhnlichen
Sprache etwas herausgefordert. Nicht nur die Zitate in Kärntnerischem
Dialekt, sondern auch die eher ungewohnte, leicht derbe Sprache
waren gewöhnungsbedürftig.

Aber
ab den ersten Drittel wurde ich warm mit dem Buch und da erwachte
mein Interesse für diesen ungewöhnlichen Krimi voll mit schwarzem
Humor und seiner Hauptfigur Sepp Flattacher, seines Zeichens Jäger
im Mölltal. Als Sepp die gefundene Hanfplantage in seinem Revier dem
Erdboden gleich macht, sinnen die „illegalen Hanfbauern“ auf eine
hinterlistige „Rache“.

Und
letztendlich geht es natürlich auch nicht ohne Mord, auch wenn
dieser sich erst „spät“ einstellte. Und selbstverständlich war
Sepp mit Unterstützung der örtlichen Polizei an vorderster Stelle
bei der Wiederherstellung der Ordnung in seinem Mölltal.

Nach
dem eher etwas außergewöhnlichen Leseeinstieg mit einem ständig
schlecht gelaunten Jaga Sepp, hat mir das Buch letztendlich, nachdem
ich mich „eingelesen hatte, aber doch sehr gut gefallen.


Autorin: Brigitte Riebe
Titel: Die Schwestern vom Ku’damm – Jahre des Aufbaus
ISBN: 978-3-4992-9171-5
Verlag: Rowohlt Taschenbuchverlag
Erschienen: 17.09.2019

Klappentext:

Berlin,
1945: Das Kaufhaus Thalheim liegt in Trümmern, die Männer der Familie sind
versehrt. So beginnt die Stunde der Thalheim-Töchter, die den Wiederaufbau
selbst in die Hand nehmen. Rike, die Älteste, entpuppt sich als gewiefte
Geschäftsfrau. Ganz anders ihre Schwester Silvie, die sich nur für das
Vergnügen interessiert. Nach Währungsreform und Gründung der BRD geht es
endlich aufwärts, doch die neuen Zeiten bringen neue Probleme: Florentine, die
Jüngste, entwickelt sich zum Enfant terrible. Als ein dunkles Geheimnis zutage
tritt, das ein unrühmliches Licht auf das Kaufhaus wirft, müssen die Schwestern
erkennen, dass die Vergangenheit noch immer lebendig ist …

Rebecca Schönleitner

Rezension von Rebecca Schönleitner

Eine Familien Saga, wie man es
sich nur wünschen kann. Im Mittelpunkt steht Rike Thalheim Tochter eines
Modekaufhausbesitzers, verwöhnt und geliebt. Da ändert sich durch den Ausbruch
des 2. Weltkrieges alles, das Kaufhaus wird durch Bomben zerstört,  Berlin isoliert. Der Bruder ist verschollen
und die drei Schwestern Rike, Silvie und die kleine Flori versuchen einen
Neuanfang.

Unter dem geschichtlichen
Hintergrund der Kriegs- und Nachkriegszeit, des Wiederaufbaus und der Trennung
Deutschlands in Ost und West spielt diese Familiengeschichte. Sicher ist nicht
immer alles nachvollziehbar und durchaus beschönigt, trotzdem glaube ich dass
speziell die Frauen im und nach dem 2. Weltkrieg den größten Teil zum
Wiederaufbau getragen haben. Die Stärke und das immer weiterkämpfen um ein
normales, annehmbares Leben wird hier beschrieben, verpackt mit vielen kleinen
Geschichten und Dramen.

Ich habe das Buch genossen und
freue mich auf die nächsten beiden Bände.

Sehr empfehlenswert!


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