„Graces“ – amüsantes Finale der Sommerszene 2023

Silvia Gribaudi - Graces

Silvia Gribaudi - Graces | Foto: Sommerszene © Fabio Sau

Die italienische Choreographin Silvia Gribaudi hinterfragt mit köstlichem Humor den Schönheitsbegriff. Die „Prophetin des befreiten Körpers“ ließ sich von Antonio Canovas Statue „Die drei Grazien“ inspirieren.

Elisabeth Pichler

Von Elisabeth Pichler

Das Werk zeigt drei Zeus-Töchter, die stellvertretend für Freude, Eleganz und Schönheit der Jugend stehen. Gemeinsam mit drei spärlich bekleideten Männern verbindet die Choreographin Kunst, Tanz und Theater. Ein humorvoller Abend, der das Publikum bestens unterhielt. So viel Szenenapplaus wie am 23. Juni 2023 in der SZENE habe ich es schon lange nicht mehr gehört.

Silvia Gribaudi kommt mit drei Männern, alle in schwarzer Badekleidung, auf die Bühne und lächelt ins Publikum. Das Licht im Saal bleibt noch an, denn die vier suchen den Kontakt zum Publikum, welches etwas verunsichert reagiert.

Wenn wir uns in einer Situation wiederfinden, in der wir uns unwohl fühlen, gibt uns das die Möglichkeit, als Gemeinschaft zusammenzufinden, eine unsichtbare Verbindung zu schaffen.

Silvia Gribaudi

Doch als wir so freundlich begrüßt und gelobt werden („You are so powerful!“), weicht die anfängliche Irritation und wir gehorchen ihr. Wir werden immer lockerer, schnipsen auf Befehl, singen und beantworten sogar ihre Fragen. Doch auch die vier Künstler*innen legen sich mächtig ins Zeug. Zu Barockmusik lässt sich hervorragend tanzen, sowohl klassisch als auch modern, doch diese Grazien überzeugen mit Können, Witz und Ironie. Für romantische Einlagen verwendet das Quartett Kunstblumen, die gr…

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