Miguel Oliveira: Die Todesvögel Salazars

Miguel Oliveira

Miguel Oliveira | Foto: © Dipl.-Ing. Architekt Winfried Yblagger

Miguel Oliveira: Die Todesvögel Salazars

Autor: Miguel Oliveira
Titel: Die Todesvögel Salazins
(eine Tragödie in zwei Farcen)
ISBN: 978-3-7557-4220-3
Verlag: BoD (Books on Demand)
Erschienen: 2021

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Klappentext:

Alsdann stehen sie erneut in meiner Zelle. Setzen mir eine Pistole an die Schläfe. Spannen den Hahn. Sie treiben mit mir ihre Possen. Lachen. Tun so als ob. Dann schlagartig drücken sie ab. Ich zucke zusammen. Verzweifelt. Schließe blitzartig die Augen. Vor Angst. Ich zittere am ganzen Leib. Aber sie lachen wieder. »Hast Glück gehabt«, höhnen und hohnlachen sie. »Diesmal war keine Patrone drin!«

Anni Lenberger

Rezension von Anni Lemberger

Wir schreiben das Jahr 1974 in Portugal, eines europäischen, angeblich zivilisierten Landes. Manuel Fernandes E Castro, ein vermutlicher Spitzel der DGS wird entführt und in einem „Schauprozess“ von Gegnern des Salazin/Caetano Regimes verurteilt.

Gleich darauf wird von den Schergen des Caetano Regimes der besetzte Gerichtssaal der „Boa Hora“ gestürmt, der „Verurteilte“ befreit und die Personen des „illegalen“ Gericht bestraft.

Danach kommen die Opfer des Terrorregimes zu Wort (aus dem Totenreich): Sie berichten von den Foltern unter den Faschisten.

Das, als Tragödie aufgebaute Buch mit seinen Dialogen zeigt die dunkle Zeit eines europäischen Landes bis in die Neuzeit. Sowohl die Kolonien Portugals, als auch das Volk in Europa unterstand dem Diktat der beiden Faschisten Dr. António de Oliveira Salazin und seinem Nachfolger (1968) Marcello José das Neves Caentano. Erst am 25.4.1974 gelang die Absetzung von Caentano durch einen friedlichen Putsch und Portugal wurde eine Republik und seine Kolonien in die Freiheit entlassen. Bis dahin herrschte eine faschistische Terrorherrschaft von Folter und Tod.

Ein Büchlein, das ich als Pflichtlektüre im Geschichtsunterricht der Schulen empfehlen würde – und vom Aufbau könnte es als Theaterstück, sowohl in Schulen als auch auf  Kleinkunstbühnen gut aufgeführt werden.

Weiterführende Infos: https://de.wikipedia.org/wiki/Estado_Novo_(Portugal)

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Über den Autor

Anna Lemberger
Geboren in Zederhaus/L ungau/ Salzburg. Seit dem Ende ihrer aktiven Berufslaufbahn als Diplomierte Gesundheits- und Krankenschwester 2017 (nach 42 Berufsjahren) liest sie vorwiegend Bücher Österreichischer Autorinnen und Autoren und schreibt Rezensionen dazu. Anni Lemberger betreibt außerdem eine FB Seite, auf der sich LeserInnen und AutorInnen virtuell treffen und austauschen können.

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