Beate Ferchländer: Das Teigtascherldebakel

Beate Ferchländer

Beate Ferchländer | Foto: Sarah Koska

Beate Ferchländer: Das Teigtascherldebakel

Autorin: Beate Ferchländer
Titel: Das Teigtascherldebakel – Kriminalroman
ISBN: 978-3-96041-902-0
Verlag: Emons Verlag GmbH
Erschienen: 26. 5. 022

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Klappentext:

Das beschauliche Weinviertler Leben der Elli Grace Moser gerät aus den Fugen, als ihr Mann tot im Fischteich treibt. War es Freitod oder Mord?

Pech für Elli, dass ausgerechnet Chefinspektor Hartinger den Fall untersucht, der endlich einmal eine Schwarze Witwe hinter Gitter bringen will.

Glück für sie, dass der Staatsanwalt das anders sieht und den Fall als Suizid zu den Akten legen lässt. Doch dann geschieht ein weiterer Mord in Ellis Umfeld …

Anni Lenberger

Rezension von Anni Lemberger

Als Elli aus ihrer Bewusstlosigkeit erwacht, blickt sie in ein „Engelsgesicht“ mit blonden Locken, von dem sie getröstet wird. Es handelt sich um Wieland Martin, ein Mann und Gynäkologe, dem die Frauen zu Füßen liegen. Auch Elli erliegt dem Charme ihres Retters,  der sie über den Tod ihres Mannes Hans Helmut Moser hinwegtröstet.

Für den ermittelnden Kommissar Hartinger ist sofort klar, dass die Täterin – und auch „von einer Tat“ ist Hartinger überzeugt – nur die Ehefrau sein kann, denn Hartinger hat ein „Frauenproblem“, wie es der Staatsanwalt Kastinger nennt. Gut, dass die neue Partnerin von Hartinger, die Frau Kleine, mit einer Körpergröße von 1,90, eine objektivere Sicht auf die Dinge hat, denn bei der Testamentseröffnung geht nämlich das Motiv der Witwe verloren, weil der Ehemann eine riesige Schuldenlast hinterlassen hat…..

Welche Rolle spielt der ominöse Retter Wieland und war er wirklich nur zufällig vor Ort, um Elli zu helfen? Denn er bietet sich auch jetzt als Elli´s Retter aus dem fianziellen Desaster an – und das obwohl er verheiratet ist. Frau Moser ist dankbar, dass sie im Haus bleiben darf. Dafür muss sie aber die Launen der bildhübschen, aber kränkelnden Ehefrau „ihres Retters“, die in einer Wohnung ihres Haus leben, in kauf nehmen….

Als Wielands Ehefrau von Elli eine „Laien-Botoxbehandlung“ ihrer nicht vorhandenen Falten wünscht, sieht Elli ihre Chance gekommen….

Und welche Rolle spielen die beiden Chinesen, die vor dem Tod von Hans Helmut Moser einem Termin bei ihm hatten und deren Vorhandensein Elli der Polizei verschwieg? Als einer davon während der Botoxbehandlung vor dem Fenster erscheint, erschrickt Elli und „rutscht“ mit der Nadel ganz fatal aus…… 

 Eine gut lesbare, pechschwarze Krimisatire, die bis zur letzten Seite nichts von ihrer Spannung verliert. Der Autorin ist es meisterhaft gelungen, auf humorvolle Weise einen „psychopathischen“ Serientäter darzustellen, der seine Umgebung mit Charme manipuliert, jedoch eiskalt und geplant zu seinem Vorteil agiert… . Aber auch eine illegale Teigttascherlproduktion in Wiens Hinterstuben wird von Ferchländer thematisiert, die der Vertuschung eines groß angelegten Drogenhandels dient…. . 

Ein sehr gelungenes, grandioses Buch, bei dem es schwer ist, es vor der letzten Seite wegzulegen.

Beate Ferchländer: Die Apfelstrudelmisere >

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Über den Autor

Anna Lemberger
Geboren in Zederhaus/L ungau/ Salzburg. Seit dem Ende ihrer aktiven Berufslaufbahn als Diplomierte Gesundheits- und Krankenschwester 2017 (nach 42 Berufsjahren) liest sie vorwiegend Bücher Österreichischer Autorinnen und Autoren und schreibt Rezensionen dazu. Anni Lemberger betreibt außerdem eine FB Seite, auf der sich LeserInnen und AutorInnen virtuell treffen und austauschen können.

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