Herbert Pixner meets Philharmonie Salzburg & Chor

Herbert Pixner Philharmonie Salzburg

Herbert Pixner Project - Philharmonie Salzburg | Foto: Philharmonie © Erika Mayer

Um das Große Festspielhaus vier Mal restlos zu füllen, müssen die Salzburger Festspiele schon mit einer hochkarätigen Besetzung aufwarten. Das Herbert Pixner Projekt schafft das gemeinsam mit großem Chor und der Philharmonie Salzburg unter der Dirigentin Elisabeth Fuchs locker.

Elisabeth Pichler

Von Elisabeth Pichler

Dieses Großprojekt, in dem alpine Volksmusik auf Klassik trifft, begeistert durch die ansteckende Improvisationslust des Herbert Pixner Projekts und die Wucht eines großen Orchesters. Die umjubelte Premiere dieses genreübergreifenden Musikfestes fand als ausverkaufte Zusatzvorstellung am 10. Jänner 2024, also vor der offiziellen Premiere statt. Mehrfache Standing Ovations, vor und nach den Zugaben, waren der Dank.

Ich muss gestehen, dass ich bisher weder Herbert Pixner noch sein Projekt, das zu den erfolgreichsten Vertretern der „neuen und progressiven Volksmusik“ gehört, kannte. Das sensationell vier Mal ausverkaufte Festspielhaus machte mich so neugierig, dass ich nicht widerstehen konnte. Ich weiß natürlich, dass Elisabeth Fuchs und ihre Philharmonie stets für eine Überraschung gut sind. Die Kombination mit einem 200-köpfigen Chor versprach auf alle Fälle ein unkonventionelles Programm und sicherlich ein großes Musikfest.

Seit zehn Jahren stand eine Zusammenarbeit mit dem überaus erfolgreichen Multi-Instrumentalisten Herbert Pixner schon auf der Wunschliste von Elisabeth Fuchs, doch leider ging sich das terminlich nie wirklich aus. Nun ist sie jedenfalls überglücklich, dass es endlich geklappt hat. Vor Besuch der Vorstellung habe ich mich natürlich im Internet schlau gemacht und herausgefunden, dass Herbert Pixner schon mehrmals mit großen Orchestern zusammengearbeitet hat. Die „Symphonic Alps“-Tour mit den Berliner Symphonikern sorgte ebenfalls stets für ausverkaufte Hallen.

Für den Auftritt mit der Philharmonie Salzburg wurden Stücke ausgewählt, die sich am besten für Arrangements mit großem Orchester eignen. Herbert Pixner: „Normalerweise improvisieren wir sehr viel auf der Bühne, in diesem Fall nehmen wir uns aber ein wenig zurück. Mit den Hierarchien eines Orchesters kommen wir gut klar.“ An diesem Abend konnten sich die zahlreichen Pixner-Fans über viele bekannte, aber neu arrangierte Kompositionen des Südtirolers freuen. Schon beim Einstieg mit einem Prelùde ist zu bemerken, dass diese beiden so unterschiedlichen Ensembles die Liebe zur Musik verbindet, und die praktizieren sie mit Leidenschaft, Esprit und Spielfreude.

Die Energie und Begeisterung dieser beiden Ausnahmekünstler schwappt sofort aufs Publikum über und so ist die Stimmung im Großen Festspielhaus bestens, ja fast explosiv. Ich wusste gar nicht, was das Große Festspielhaus in puncto Beleuchtung zu bieten hat. Rotierende Scheinwerfer wie bei einem Pop-Konzert habe ich bisher hier noch nie erlebt.

Die Bandbreite der progressiven Volksmusik ist unheimlich groß und reicht von Jazz, Flamenco bis zu Blues und Tango. Natürlich darf da auch ein „Hiatabua“ und der Aufstieg auf die Berge bei „Morgenrot“ nicht fehlen. Nach der Pause befinden sich fast 300 Personen auf der Bühne und der Chor verleiht „Toccata From Another World“, „Serpent“ und „Lost Elysion“ einen fast himmlischen Klang. Nach Ende des offiziellen Programms mit „Notturno“ gibt es Standing Ovations und dann ist noch lange nicht Schluss. Herbert Pixner gibt zu, dass er die Gelegenheit, im Salzburger Festspielhaus aufzuspielen, gnadenlos ausnützen wird, und das Publikum ist damit mehr als einverstanden.

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