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Ein Skandal erschüttert den deutschen Automobilkonzern VW, wurden doch am amerikanischen Markt Autos mit gefälschten Abgaswerten gefunden. Tragisch, tragisch, wenn man zu den Aktionären gehört, purzeln doch die Aktienkurse in schon lange nicht mehr gekannte Tiefen und die Gewinne schmelzen dahin wie Schnee in der Frühlingssonne.

Dabei ist ganz hinten eine wahrlich meisterhafte Ingenieurleistung versteckt: Computergesteuert besteht bei den VW-Motoren offensichtlich die Möglichkeit, den Spritverbrauch und damit auch den Schadstoffausstoß bei gleich bleibender Motorleistung  zu reduzieren, anders wäre die Täuschung bei den US-Amerikanischen Prüfungsfahrten wohl nicht möglich gewesen. Wie mein Geografieprofessor schon vor 35 Jahren betonte: es ist seit Jahrzehnten möglich, Autos mit 2-3 Litern Verbrauch zu bauen, aber alle Patente hätte die Ölindustrie gekauft.

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Aus der VW-Skandal-Geschichte lernt man, es geht noch immer. Technisch gesehen beruhigend. Es stellt sich jetzt dennoch die Frage, wer hat einen unmittelbaren Vorteil, wenn die Autos mehr Sprit brauchen.  Wieviele Finanzämter wurden mit geringeren Abgaben für angeblich weniger Schadstoffausstoß beschissen? Wer muss die fehlenden Steuern nachzahlen oder wird das alles unter den Tisch gekehrt? Konzernen kommen manche Regierungen ja gerne entgegen.

Für VW ist es ein Wettbewerbsvorteil, wenn die Autos wenig Sprit brauchen, gewiss, aber es gibt auch Nutznießer von einem hohen Spritverbrauch. Letztendlich sollte man sich fragen, für wen ist mehr Geld im Spiel? Wer verdient abgesehen von VW noch?