3. September | Gregor der Große

Gregorius

Er wurde um 540 als Sohn wohlhabender Römer (Gens Anicia) in Rom geboren. Seine Ausbildung im römischen Recht führte dazu, dass er 572/73 als Stadtpräfekt von Rom tätig sein konnte.

Michael Neureiter

Von Michael Neureiter

Nach dem Tod seines Vaters zog er sich aus dem Staatsdienst zurück. Er nützte das väterliche Erbe zum Bau eines Klosters und trat dann selbst in dieses Benediktinerkloster ein – Benedikt hatte 529 Montecassino gegründet.

579 Weihe zum Diakon, Entsendung als Vertreter von Papst Pelagius II. an den Kaiserhof in Konstantinopel, 585 Rückkehr in sein Kloster in Rom. 590 nach dem Tod von Pelagius II. Wahl zum Papst durch Senat, Volk und Klerus von Rom (erster „Mönchspapst“).

596 Entsendung einer Gruppe von Mönchen aus seinem römischen Kloster nach Britannien zur Missionierung der Angelsachsen.

599 Verhandlungen mit den Langobarden, die seit längerer Zeit große Teile Norditaliens sowie Gebiete im Zentrum der Halbinsel beherrschten, und deren teilweiser Abzug. 604 stirbt Gregor.

Gregor zählt zu den prägenden Gestalten in der Entwicklung des Papsttums. Er führte den Titel “servus servorum dei” in die päpstliche Titulatur ein. Gregor bemühte sich um stärkeren Einfluss auf die fränkische Kirche (Abschaffung der Simonie, des Ämterkaufs, und der Laienordination, Abhaltung regelmässiger Synoden). Seine weitverbreiteten theologischen Schriften und sein umfangreiches Briefwerk (fast 900 Briefe) waren in der gelehrten Kultur des Mittelalters stets präsent.

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