„Die Ilias“ – ein kraftvolles Antikriegsstück

Fast 3000 Jahre alt ist Homers gewaltiger Text, der von den blutigen Schlachten zwischen den Helden Griechenlands und Trojas berichtet.

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Von Elisabeth Pichler

Intendant Carl Philip von Maldeghem hat die 16.000 Verse des antiken Epos auf bühnentaugliche Länge gekürzt und mit Schauspielern, Sängern und Tänzern in Szene gesetzt. Die kräftig entstaubte Fassung feierte am 17. November 2016 im Salzburger Landestheater Premiere.

Der Raub der schönen Helena durch Paris, den Sohn des trojanischen Königs Priamos, entfesselt den Zorn ihres Gatten Menelaos. Dessen Bruder Agamemnon, militärischer Oberbefehlshaber einer riesigen Flotte, segelt daher mit vielen griechischen Stämmen nach Troja. Sie belagern die Stadt und liefern sich vor der Befestigungsmauer jahrelang blutige Gefechte. Die Ilias schildert die Situation in den verfeindeten Lagern nach zehn Jahren Belagerung. Wiederum kommt es durch den Raub einer Frau zu einem Konflikt, diesmal zwischen Agamemnon und Achilles, dem besten Kämpfer der Griechen.

Achilles fühlt sich entehrt, sein Zorn ist so übermächtig, dass er sich mit seinen Truppen zurückzieht. Schließlich zieht sein Freund Patroklos an seiner statt in die Schlacht und wird von Hektor, dem Hoffnungsträger der Trojaner, getötet. Das versetzt Achilles abermals in Raserei. Leicht belustigt beobachten die Götter auf dem Olymp, wie sich die Menschen gegenseitig niedermetzeln. Auf ihren zahlreichen Götterversammlungen herrscht keine Einigkeit. Niemand kann sich daher der Hilfe der Götter sicher sein.

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Dass Christoph Wieschke gleich zu Beginn als Homer einen Eimer Blut auf eine weiße Leinwand schüttet, verheißt nichts Gutes. In seiner Rolle als Göttervater Zeus hingegen versucht er, sich gegen seine Gattin Hera (Frances Pappas), sein munteres Töchterchen Athene (Anast…

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Dorfladen

1 Kommentar zu "„Die Ilias“ – ein kraftvolles Antikriegsstück"

  1. Gestern Abend stand die Ilias für mich am Aboprogramm. Es war mir klar, dass es ein schwieriges Stück werden würde, ich nahm mir auch die Zeit, den Inhalt zu rekapitulieren und mich darauf vorzubereiten. Trotzdem konnte mich diese Inszenierung in keinster Weise fesseln. Das war auch der Grund, warum ich seit längerer Zeit wieder einmal ein Theater zur Pause verlassen habe.

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