Corona „alpin“

Corona alpin

Die heurige Schisaison steht inneralpin unmittelbar vor der Tür. Mehr oder weniger. Touristiker, Hoteliers, Wirte und Liftler träumen noch immer von einer vielleicht zu rettenden Saison.

So richtig daran glauben kann man aber eher nicht, ein zeitverzögerter Start irgendwann im Jänner erscheint nicht ganz unwahrscheinlich. Einige EU-Staatsmänner möchten die Schisaison europaweit frühestens im Jänner starten.

Manche europäische Nachbarn sehen den österreichischen Schiwinter ganz anders und bringen gebetsmühlenartig immer wieder Ischgl ins Gespräch. Das Krisenmanagement rund um diese Tiroler Gemeinde war eher suboptimal, dafür aber imagemäßig extrem nachhaltig.

Freilich war Ischgl nicht der Auslöser der Corona-Pandemie. Auch das Schifahren an sich nicht.

Nachdenken könnte man jetzt aber schon über die Dimension des ganzen Vermarktens der Berge. Was muss noch alles touristisch erschlossen werden, bevor der Klimawandel die Schneekanonen-Speicherseen zu hochalpinen Badeseen werden lässt?

Ist Wachstum um jeden Preis wirklich so erstrebenswert? Mediziner sprechen bei grenzenlosem, wucherndem Zellwachstum oft von Krebs.

Dorfladen

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Thomas Selinger (Cartoon) und Karl Traintinger (Text)
Cartoon: Thomas Selinger Text: Karl Traintinger

2 Kommentare zu "Corona „alpin“"

  1. Dazu passend gibt es den Ischgl-Blues von Marcus Hinterberger. https://www.youtube.com/watch?v=MgjGpCxyMT8

  2. Hanns Mayr | 1. Dezember 2020 um 18:52 |

    Auch die aktuellen Massentest werden die Skisaison nicht retten! Es ist noch nicht sehr lange her, da wurde man als Tagesgast gerade noch geduldet. So schnell kann es gehen.
    Der Ischgl-Blues ist genial und bitterböse. Lächerlich sind nur die Aktivitäten der Tiroler dagegen.

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