Rochus Gratzfeld: Bolle di Magadino

Kleine Wanderungen am Lago Maggiore zur Jahreswende.

Die Bolle di Magadino umfassen das Deltagebiet der Flüsse Ticino und Verzasca am Lago Maggiore. Viele Eingriffe durch Menschenhände musste diese Urlandschaft verkraften. Die Trockenlegung der Sümpfe. Die brutale Begradigung des Ticino. Den gewaltigen Staudamm der Verzasca.

Wir lieben es, hier zu jeder Jahreszeit umher zu streifen. Der Winter hat seinen besonderen Reiz. Gelsenfrei lässt sich die teilweise sumpfige Landschaft erkunden. Die Bolle beherbergen eine besondere, für das Übergangsgebiet zwischen Wasser und Festland spezifische, Pflanzen- und Tierwelt. Sie sind heute wieder zu einem Hauptrückzugsgebiet für über 300 Vogelarten auf ihren Wanderungen von Süden nach Norden, von Norden nach Süden geworden.

Desweiteren finden sich Schlangen und Kleinreptilien, 90 Algenarten, 20 Briophyten (Moose und Flechten) 16 Pterophyten (Farne und Schachtelhalme) 430 Spermatophyten (Monokotyle und Dikothyle) 387 Pilzarten. In allerletzter Minute konnte dieses Kleinod unter strengen Naturschutz gestellt und damit auch für kommende Generationen gerettet werden. Einzig der nahe gelegene Flugplatz von Locarno stört leider die heile Vogelwelt. Die frei laufenden Pferde stört das nicht.

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1 Kommentar zu "Rochus Gratzfeld: Bolle di Magadino"

  1. Rochus Gratzfeld Rochus Gratzfeld | 30. Dezember 2011 um 13:54 |

    auch dir raphaela, das beste für 2012!

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