Unbekanntes Bürmoos (1)

Almbauer mit Obstbäumen

Almbauer mit Obstbäumen 2006

Die Alm

Hier sollen in unregelmäßigen Abständen Orte vorgestellt werden, die trotz der geringen Größe der Gemeinde (7 km2) nur wenigen Bürmoosern bekannt sind. Es wurden dabei auch Plätze aufgenommen, die knapp außerhalb der Gemeindegrenze liegen, aber für Bürmooser interessant sein könnten. Auch an die alten Flur- und auch Spitznamen wird dabei erinnert.

Wolfgang Bauer

Von Wolfgang Bauer

Wenn man von der Ortsmitte in Richtung Eching marschiert und beim Turnerwirt abbiegt, dann kommt man auf einer asphaltierten Straße durch den Wald. Bei Häusern vorbei sieht man dann auf der Hügelkuppe den Almbauer, der auf der höchsten Stelle dieses Moränenhügels steht, den vor zwölftausend Jahren der Salzachgletscher bei seinem Rückzug hinterließ.

Einst gehörte dieses Anwesen dem Fabriksherren Ignaz Glaser, dessen Zugochsen und Arbeitspferde hier gehalten wurden, während die Pferde für die Kutschen bei der Glashütte untergebracht waren.

Die Bezeichnung Alm ist in der flachsten Gemeinde des Landes Salzburg etwas übertrieben, aber immerhin ist sie mit fast 446 Meter über NN nur 5 Meter niedriger als der höchste Punkt auf dem Laubschachen und immerhin 23 Meter höher als der tiefste Punkt.

Vom der Alm hat man einen großartigen Ausblick in Richtung Ortsmitte. Im Hintergrund schaut der Kirchturm der Gemeinde Lamprechtshausen hervor und den Abschluß bildet die Hügelkette des Haunsberges.

Die Senke unterhalb der Alm nannte man früher „Hasenmutter“. Hier wurde nach einem alten Plan die größte Torfmächtigkeit des Bürmooser Moores mit 25 Fuß = fast 9 Meter gemessen. Es war eines der ersten Gebiete, in denen man mit dem Torfabbau begann. Dort fand ich 1992 auch eine alleinstehende mächtige Birke – die größte, die mir je untergekommen ist: Stammumfang in 1 Meter Höhe genau zwei Meter.

Blick von der Alm zum Ortszentrum. Links hinten die Kirche von Lamprechtshausen

In der Nähe des Almbauern findet man im Wald auch eine verwachsene Schottergrube. In meiner Jugend war sie teilweise mit reinem Wasser gefüllt. Hier erfrischten sich viele Leute aus der Umgebung nach der Arbeit und an den Wochenenden, viele wie ich lernten hier auch das Schwimmen. Sie ist längst ausgetrocknet und verwachsen.

Alter Plan von Bürmoos
Alter Plan von Bürmoos

Wenn man den Weg beim Almbauern vorbei weitergeht, dann kommt man auf Forstwegen nach Ölling oder nach Untereching. Wer wandern will, kann über den rechten Weg nach  Ölling kommen, dort abbiegen und über die Kellerwaldstraße wieder ins Ortszentrum zurückkehren oder etwas weiter marschieren und von Ölling nach Moospirach, kommt man dann über die Rodingerstraße wieder zurück in das Zentrum.

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Dorfladen

1 Kommentar zu "Unbekanntes Bürmoos (1)"

  1. buermooserin buermooserin | 18. November 2019 um 09:01 |

    So stelle ich mir gute Heimatkunde vor! Die Alm war mir völlig unbekannt. Danke lieber Wolfgang Bauer für die schöne Artikelserie über Bürmoos.

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