Das Café Wernbacher

Wernbacher

Traurig aber wahr, Bernhard Huemer sperrt das Salzburger Traditionscafe in der Franz-Josef-Straße nicht mehr auf. Frei nach Kanzler Kurz könnte es heißen: “Es wird jeder einen Wirt´n kennen, der das Corona-Virus nicht überlebt!”

Das “Wernbacher” wurde 1952 in den Räumlichkeiten des ehemaligen Café Großglockner, einem typischen Altwiener Kaffeehaus mit Marmortischen, von Franz und Margarta Wernbacher eröffnet. In den 60-iger Jahren kam in den hinteren Räumlichkeiten der “Scotch Club” dazu. Ende der 70-iger Jahre wurde der “Scotch Club” geschlossen und nach der Penionierung von Frau Wernbacher 1990 wurde das Lokal als Café verpachtet.

Das “Wernbacher” ist für viele Salzburger quasi zum 2. Wohnzimmer geworden. Ich denke mit Wehmut an die zu einem Einspänner servierte Kuchen- und Tortenauswahl. Man darf gespannt sein, was nachkommen wird.

Es wird spannend werden, wie viele Lokale und Wirtshäuser nicht zuletzt durch das Corona-Virus ein ähnliches Schicksal erleiden werden. ich fürchte, es wird wirklich jeder einen Wirt´n kennen, der zusperren muss oder gar nicht mehr aufsperrt!

Lilly Naneen & die Gigolos im Wernbacher >

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Dorfladen

Über den Autor

Thomas Selinger (Cartoon) und Karl Traintinger (Text)
Cartoon: Thomas Selinger Text: Karl Traintinger

3 Kommentare zu "Das Café Wernbacher"

  1. Das Würstl mit Gulaschsaft wird mir fehlen! Vielleicht findet sich ja ein Nachfolger, der die traditionellen Kaffeehausspeisen im Programm hat. Horrorversion: Es wird ein Starbucks Ableger!

  2. Renate Kern Renate Kern | 4. Mai 2020 um 08:42 |

    Corona dürfte hier nur eine willkommene Ausrede sein, ich kann mir nicht vorstellen, dass einige Wochen Stillstand einen Traditionsbetrieb wie das Wernbacher erschüttern können. Genau für solche Fälle sollte es Rücklagen geben, möchte man meinen.

  3. Laubfrosch Laubfrosch | 10. Juni 2020 um 10:51 |

    Didi Maier übernimmt das Wernbacher! Das ist vielleicht eine sehr gute Nachricht, so könnte es eventuell zu einer Erneuerung der durchgesessenen Sessel und Bänke kommen! Welchen Kaffeehauscharakter das Wernbacher bekommen wird, bleibt spannend. Ich hoffe es bleibt ein klassisches Wiener Kaffeehaus mit wenig neumodischem Firlefanz.

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